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Hoffnung auf Sicherheit, Glück und Ruhe darauf beruht, daßIhr so bald wie möglich diesen Ort verlasset, der stets einStall für Schweine und oft eine Schlachtbank ist." So spre-chend verließ sie das Zimmer.
In der abstoßenden Weise deS WeibeS lag Etwas, daünahe an Verachtung des Angeredeten grenzte. Einer solchenDemnthignng war Glenvarloch trotz seiner Armuth bis jetztnoch nicht auSgesetzt gewesen, nnd sie mactzte als eine bittere Er-fahrung ganz neuer Art eine peinliche Wirkung ans ihn. Diedunkeln Andeutungen Martha'S über die Gefährlichkeit seinesZufluchtsortes klangen auch nicht erfreulich. Der herzhaftesteMann, der sich von argwöhnischen Menschen umgeben, von allemRathe und Beistand abgeschnitten nnd lediglich auf seine Uner-schrockenheit und seine Faust verwiesen sicht, fühlt eine gewisseNiedergeschlagenheit, welche ihn mit einem vorübergehendenSchauer erfüllt und seinem natürlichen Mnthe Eintrag thut.
Wenn übrigens trübe Gedanken und Empfindungen inNigels Seele anfstiegen, so hatte er nicht Zeit, denselben nach-zuhängen. Zeigte sich für ihn auch wenig Aussicht, im ElsaßFreunde zu finde», so überzeugte er sich doch wenigstens, daßer nicht auS Mangel an Besuchern den Unannehmlichkeiten derEinsamkeit auSgesetzt sein werde.
Kaum war er zehn Minuten in seinem Zimmer auf undabgegangen, beschäftigt mit dem Gedanken, wohin er sich vomElsaß anS wenden solle, als er gestört ward durch den BesuchdeS Obcrherrn dieses Quartiers, deS großen Herzogs Hildebrod.Die Stangen und Ketten am Eingänge zu des GeizhalsesWohnung fielen wie von selbst vor der Durchlaucht, die beidenFlügelthüre» öffneten sich und der Großmächtige rollte ein wieein Stückfaß, dem er an Größe, Gestalt, Farbe und Inhaltgar nicht unähnlich war.
NigclS Schicksale. II. 13