Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

177

bin ein armer Mann," fuhr er zn Nigel gewendet fort,einblntarmer Mann, bereit, jeden ehrlichen Dienst ans der Weltzn leisten für eine geringe Erkenntlichkeit."

»Ich sage Euch also zum Voraus, wie Ihr hier lebenmüßt," fuhr Martha fort.Die arme Frau, welche bei unsdie Hausarbeit verrichtet, wird Ench, soweit sie es vermag,zur Hand gehen, allein ein verständiger Mann hilft sich ambesten selber."

Ich danke Euch für diese Lehre," erwiderte Nigel.Ichwill sie mit Muße beherzigen."

Ihr werdet wohl daran thun," bemerkte Martha;undda Ihr guten Rath mit Dank anznnehmen scheint, so will ichEuch weiteren geben, obwohl dies nicht mein Geschäft ist.Knüpft durchaus keine vertraute Bekanntschaft in Whitefriarsan. Borgt in keiner Weise Geld, namentlich nicht von mei-nem Vater, denn so alterschwach er auch scheint, wird erdoch einen Esel aus Euch machen. Und endlich, was dieHauptsache ist, bleibt nicht einen Augenblick länger hier, alsIhr müßt. Lebt wohl, geehrter Herr."

Ein knorriger Baum trägt oft gute Frucht, und ein rau-hes Wesen kann oft guten Rath geben," dachte Lord Glen-varloch, als er auf sein Zimmer znrückkehrte. Er wiederholtesich mehrmals diese Betrachtung, während er, unfähig, sichmit dem Gedanken des Feneranmacheus in eigener Person znbefreunden, in seinem Schlafzimmer auf- und abging, um sichdurch Bewegung warm zn machen.

Endlich gestalteten sich seine Gedanken zu folgendem Selbst-gespräche. Dies soll nicht heißen, als habe Nigel buchstäblichdas gesprochen, was in Anführungszeichen eingeschlossen nunfolgt; sondern der geneigte Leser soll hier nur in Form einerRede, statt in Form eines Berichtes, die Erwägungen und

NigelS Schicksale. II. 12