Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

176

Ihr ein wirklicher Edelmann seid, so werdet Ihr Euch aufEuer Zimmer znrückziehen."

Ich will mich keinen Augenblick länger anfhalten," erwi-derte Nigel achtungsvoll, denn er fand die Barschheit desWeibes entschuldbar.Ich wollte Euch blos fragen, ob es imErnste gefährlich ist, hier einen Diener anzunehmen?"

Junger Herr," antwortete Martha,Ihr mußt wenig vonWhitefriars missen, um eine solche Frage zu thnn. Wir woh-nen allein in diesem Hause, welches noch selten ein Fremderbetreten hat. Auch Ihr würdet, offen gesprochen, nicht her-eingekommcn sein, wenn ich darum befragt worden wäre.Betrachtet die Hausthür und sprecht, ob eine Burg besserverwahrt sein kann. Die Fenster der Erdgeschosses sind vonAußen mit Eisengittern verwahrt, und wie inwendig die Lädensind, das könnt Ihr hier sehen."

Sie zog einen Laden vor und Nigel erblickte eine schwereeiserne Querstangc und Kette znm Verwahren desselben. DerAlte drängte sich an seine Tochter, faßte mit zitternder Handihr Kleid und flüsterte:Zeige ihm nicht, wie sic ans- undzngcmacht werden, ja nicht! nhu nhn für keine Er-kenntlichkeit." Martha fuhr fort, ohne anf ihn zu achten:Und dennoch, junger Herr, sind wir mehr als ein Mal aufdem Punkte gewesen, alle diese Maßregeln znm Schutze unse-res Lebens ungenügend zn finden; so gefährlich ist die Wir-kung, welche auf die gottlose Art in unserer Nähe das Gerüchtvon meines Vaters Reichthnm gemacht hat."

Sprich nicht davon, Weibsbild!" fiel der Geizhals ein,dessen Heftigkeit durch die bloße Andeutung, daß er für reichgelte, gereizt wurde.Sprich nicht davon, oder ich schlagedich, Weibsbild, mit meinem Stock, wenn du Lügen verbrei-test, die uns am Ende den Hals kosten. Uhu, nhu ich