175
daß -ich von vorn herein offen mit Ench rede. Mein Vater ist einalter, ein sehr alter Mann, Ihr seht, er ist etwas verstandes-schwach, — wiewohl ich Ench nicht rathen wollte, einen Han-del mit ihm abznschließen, sonst würdet Ihr finden, daß erEnch darin doch noch zn schlan ist. Ich meinerseits bin einevon der Welt zurückgezogene Person, und liebe, offen gespro-chen, Gesellschaft nicht. Wenn Ihr Ench mit Dach und Fachund Sicherheit begnügen wollt, so wird es Eure eigene Schuldsein, wenn Ihr diese Dinge vermißt; sic sind in diesem un-glückseligen Qnartier nicht überall zn finden. Wenn Ihr aberentgegenkommende Dienstfertigkeit verlangt, so müßt Ihr siehier nicht suchen."
„Ich pfiege ebenfalls meine Gesellschaft nicht anfzudringen,oder andere Leute zu stören," erwiderte der Miethsmann.„Allein ich brauche einen Diener, der mir beim Ankleiden hilft.Vielleicht könnt Ihr mir einen znweisen."
„Zwanzig für einen," antwortete Jungfer Martha, „dieEuch die Tasche ausleeren, während sie Euch nesteln, und dieEnch die Kehle abschneiden, während sie Euer Kopfkissen zn-rechtlegeu."
„Ich selber will sein Diener sein," begann der Alte wie-der, der einen Augenblick sich in andere Gedanken verloren,jeyt aber wieder den Faden des Gesprächs erfaßt hatte. „Ichwill seinen Mantel — uhu, uhu — ansbürsten und ihn nesteln— nhn — seine Schuhe putzen — uhu, uhn — und seine Be-stellungen schnell und sicher ausrichten — uhn, uhu — uhn —nhn — für eine Er —kennt—lich — keit."
„Guten Morgen, geehrter Herr," sprach Martha in einemTone, der andentete, daß sie seine sofortige Entfernung ver-lange. „Es kann für eine Tochter nicht angenehm sein, daßsie ihren Vater so zu einem Fremden sprechen hört. Wenn