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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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schlafen ließ, ans einem inneren Zimmer sich mit gereizter unddurch seinen Morgenhusten noch mehr zitternder Stimme ver-nehmen ließ.

Uhu, nhu, nhu wer ist da? Ich sage uhu, uhu,nhu wer ist da? He, Martha! nhn, nhn MarthaTrapbois! Hier sind Diebe im Hanse, die wollen keine Ant-wort geben. He, Martha! Diebe! Diebe! uh», nhn, nhu."

Nigel versuchte, ihm seinen Jrrthum zu benehmen, alleindas WortDiebe" war ihm nicht ans dem Munde zu bringen.Er schrie und hustete, bis die holde Martha eintrat. Dieseüberschrie erst ihren Vater, um ihn zu überzeugen, daß keineGefahr sei, und ihn zu versichern, daß der Eindringling ihrneuer Miethsmann sei, was ihr am Ende gelang, nachdem derAlte noch mehrmals wiederholt hatte:Halt ihn fest! uhu,nhn, nhn!" Sodann fragte sie trocken den Freiherrn, was erin ihres Vaters Zimmer wolle?

Der Miethsmann hatte unterdessen Zeit gehabt, ihre Ge-stalt zu betrachten, und keinen Anlaß gefunden, die Vorstellung,welche er sich am verflossenen Abend beim Kerzenlicht von ihrgemacht hatte, für zu ungünstig zu halten. Sie trug einenWnlstrock und einen sogenannten Königin Marienkragcn, deraber nicht dem liegenden Kragen glich, in welchem die unglück-liche Maria von Schottland abgebildet wird, sondern vielmehrdem steifen spanischen Kragen, aus welchem das mürrische Ge-sicht ihrer Namensschwester von England, der berüchtigten Kehcr-verbrenneriu hervvrsah. Diese veraltete Tracht stimmte voll-kommen zu dem farblosen Gesicht, den grauen Angen, den dün-nen Lippen und den harten Zügen der alten Jungfer. Eineschwarze Haube ließ kein Haar ihres Hauptes sichtbar werden,vernntthlich weil sie mit jener einfältigen Zeit nicht die Kunstverstand, das beginnende Grau ihrer Locken zn übertünchen.