Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

170

Ratten nicht die Nase der keuschen Schönen nnd den Barteines ihrer ehrwürdigen Bewunderer verspeiset gehabt hätten.

Mit einem Wort, Alles, was Nigcl sah, schien von Aus-pfändungen hcrznrühren, oder zu Spottpreisen von Gerümplerngekauft nnd hier in dem Zimmer wie in einem Gewölbe ohneGeschmack nnd ohne Rücksicht ans Uebercinstimmnng anfgc-stapclt zn sein. Die Wohnung kam dem Freiherr» vor wieein Hans an der Küste. Wie diese oft mit der Beute vongestrandeten Schiffen ansgestattet sind, so schien dies mit demhinterlafsenen Ente zn Grunde gerichteter Verschwender auf-gepnpt zn sein.Mein Schiffchen ist in der Brandung,"sprach Nigel für sich,allein mein Schiffbrnch wird demStrandläufer wenig Vortheil bringen."

Er betrachtete längere Zeit den Rost im Kamin, eine Masseverrosteter Eisenstangen, welche unsicher ans drei messingenenLöwenfüßen ruhten, während der vierte, durch Zufall verbogen,stolz in die Höhe stand, als wollte er anftreten, oder als wollteder ganze Rost sich unterfangen, in die Mitte des Zimmersvorznschreiten und hätte einen Fuß dazu aufgehoben. Nigellächelte, als dieser wunderliche Gedanke ihm durch den Kopfging.Ich muß aber doch seinen Marsch aufhalten," spracher für sich;es ist rauh nnd frostig genug, daß man Feuervertragen kann."

Er rief die breite Treppe hinab, welche mit ihrem schwereneichenen Geländer zu seinem und zn vielen andern Zimmernführte, denn das alte Hans war ziemlich weitläufig. Da erauf wiederholtes Rufen keine Antwort erhielt, so mußte er sichbequemen, sich anfznmachcn, um Jemand zn suchen, der seinemBedürfnis' abhelfen könne.

Nigel war nach der Weise der alten Welt in Schottlandeinfach und fern von Verweichlichung und Prunk erzogen wor-