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konnte, sah er wie Gespenster dann nnd wann einen Schlem-mer wandeln, den der Morgen da gefnndcn, wo der Abendihn gelassen hatte, und der jetzt mit wankenden Schritten nndmit einem Instinkt, den die Trunkenheit nicht ganz überwälti-gen konnte, den Weg nach seiner Wohnung suchte, um dort denTag in Nacht zu verwandeln und die Unmäßigkeit zu verschla-fen, die für ihn die Nacht znm Tage gemacht hatte. Obwohles in der übrigen Altstadt schon Heller Tag war, brach im Elsaßerst die Dämmerung an. Kein Laut des Arbeitsfleißes, dersonst überall schon lange die Schläfer geweckt hatte, ließ sichhier vernehmen. Der Anblick war zu langweilig »nd wider-wärtig, als daß Lord Glenvarloch am Fenster hätte bleiben mö-gen. Er wandte sich um und betrachtete mit mehr Aufmerk-samkeit die Beschaffenheit nnd Ausstattung seiner Wohnung.
Ein großer Theil dieser Ausstattung war seiner Zeit kost-bar und prächtig gewesen. Es stand da ein mächtig großesBett mit vier Pfosten von geschnitztem Eichenholze, aus demman den Kopf eines Kriegsschiffs hätte machen können, undmit gewirkten Vorhängen, die Segel hätten vorstellen können.Ferner hing an der Wand ein großer vcnetianischer Spiegel invergoldetem massiven Messingrahmcn, ein Möbel, welches einebedeutende Summe wcrth gewesen sein mußte, bevor es denfürchterlichen Sprung bekommen hatte, der ihn von einer Eckezur andern schräg theilte nnd zu seiner Fläche in demselben Ver-hältnis; stand, wie der Nil zur Karte von Aegypten. DieStühle waren von verschiedener Form. Einige waren mitSchnitzwerk verziert, andere trugen Spuren von Vergoldung;einige waren mit gepreßtem Leder, andere mit Stickereien über-zogen. Alle aber waren schadhaft und wurmstichig. Ueber demKamin hing eine Gemälde von der keuschen Susanna nnd denNettesten, welches für werthvoll hätte gelten können, wenn die