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12 (1851) Nigels Schicksale
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des Zorns einer angeführten Mehe oder als über Buhlerkünste.Eben so lachte er darüber, als ich mich auf meine Vermählungberief, und er versicherte, fle sei ein bloßes Possenspiel gewesen,auf dem ich bestanden und zu dem sein Freund sich bequemthabe, um der Sache einen Anstrich von Anständigkeit zu geben.Er drückte sein Erstaunen darüber ans, daß ich sie für etwasAnderes ansehen könne, diese Ceremonie, welche weder in Spa-nien noch in England gültig sei. Er ging so weit, mir dieWiederholung derselben mit ihm znm Zwecke der Beseitigungmeiner Bedenklichkeiten vorzuschlagen. Mein Geschrei zogMonna Paula herbei. Sie war in der Nähe, denn sie hatteeinen solchen Auftritt erwartet."

Großer Gott!" rief Margarethe.Also war sie die Ver-traute Eures schändlichen Gatten?"

Nein," antwortete Hermione,da thust du ihr Unrecht.Durch ihre beharrlichen Nachforschungen nur war es möglichgeworden, den Ort meiner Einsperrnng ausfindig zu machen;sie war es, welche meinem Gemahl Nachricht gab. Bei dieserGelegenheit bemerkte sie, daß die Kunde, welche fle brachte,viel mehr seinen Freund als ihn selber zu interessiren schien,und von da an schöpfte sie den Verdacht, daß der Schurkedamit umgehe, sich meiner zu entledigen. Bei dem Ritt vondem Kloster wurde sie in diesem Verdacht bestärkt. Sie hörteihn gegen seinen Gefährten mit kaltem Hohnlächeln äußern,daß ich durch meine Einsperrnng und meine Krankheit meineFarbe gänzlich verloren habe, worauf der Andere erwiderte,daß ein wenig Schminke diesen Mangel beseitigen könne. Durchdiese und andere Umstände ans den Berrath vorbereitet, tratMonna Paula mit völliger Fassung ein und war bereit, mirBeistand zu leisten. Ihre ruhigen Vorstellungen machten größe-ren Eindruck ans den Unbekannten, als meine Ausbrüche der

Nigelr Schicksale. II. 10