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Bei der Bande befanden sich vier oder fünf Weiber, welchenns mit einer gewissen plumpen Höflichkeit empfingen. Sieunterschieden sich in ihrer Tracht nnd in ihrem Benehmennicht sehr von ihren männlichen Genossen, waren fast eben sokühn und verwegen, wie sie, trugen gleich ihnen Waffen undverstanden, wie wir gelegentlich erfuhren, fast eben so wohlden Gebrauch derselben.
„Man konnte sich der Furcht vor diesen wilden Menschennicht erwebren. Jndeß gaben sie uns keinen Anlaß zu Be-schwerden; im Gegentheil, sie erwiesen uns bei jeder Gelegen-heit eine gewisse Plumpe Höflichkeit, und nahmen Rücksichtauf unsere Bedürfnisse nnd unsere Schwächen, obwohl sieuntereinander über unsere Weichlichkeit murrten. Sie glichendarin einem rohen Fuhrmanne, der eine Ladung kostbarer zer-brechlicher Maaren bekommen hat und alle mögliche Aufmerk-samkeit ans ihre Erhaltung wendet, während er flucht überdie ungewohnte Mühe, die er damit hat. Einige Male, alssie mit spanischen Zollwächtern znsammenstießen und hierbeieinen Theil ihrer Schmnggelwaaren verloren und endlich vonKriegsvolk verfolgt wurden, wurde ihr Murren beunruhigen-der. Wir hörten sie über die englischen Ketzer fluchen, umderenwillen Gott, Santiago und Unsere Liebe Frau vom Pfei-ler alle ihre Hoffnungen auf Gewinn vereitelt habe. Wirmußten dies ruhig anhören, denn wir durften sie nicht merkenlassen, daß wir sie verstanden. Das sind schreckliche Erinne-rungen, Grethchen."
„Warum verweilt Ihr denn bei denselben, gnädige Frau?"erwiderte Margarethe.
„Weil ich," antwortete Hermione, „wie ein auf dem Blut-gerüst zögernder Verbrecher, den Augenblick der Katastrophehinausschieben möchte. Ja, liebes Grethchen, ich verweile