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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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dct, wofern es wirklich Heilmittel waren. Endlich genasich wider mein nnd meiner ganzen Umgebnng Erwarten. Alsich mich znm ersten Male wieder im Spiegel sah, glaubte ich,das Gesicht eines Gespenstes zn erblicken. Ich war gewohntgewesen, von aller Welt, besonders aber von meinem GemahlSchmeicheleien über meine blühende Gesichtsfarbe zn hören.Sie war hin, und was noch sonderbarer ist, sie ist nicht wie-der gekommen. Ich habe bemerkt, daß ich den Wenigen, welchemich jetzt sehen, wie ein blutloses Schattenbild vorkomme.Dies ist die bleibende Wirkung der Behandlung, welcher ichunterworfen war. Möge Gott Denen verzeihen, welche siegegen mich geübt haben! Dem Himmel sei Dank, daß ichdiesen Wunsch mit derselben Aufrichtigkeit äußern kann, mitwelcher ich um die Vergebung meiner eigenen Sünden bete. Sie ließen jetzt Etwas nach in ihrer Härte gegen mich,vielleicht zum Mitleid bewegt durch mein auffallendes Aus-sehen, welches bezeugte, was ich gelitten, oder aus Furcht,daß meine Sache bei der nahe bevorstehenden Visitation dieAufmerksamkeit des Bischofs erregen möchte.

Eines Tages, als ich der kürzlich erhaltenen Erlaubnißgemäß im Klostcrgarten spazieren ging, kam ich an einem altenmaurischen Sklaven vorbei, welcher den Garten zu bearbeitenhatte. Derselbe murmelte mir zn, ohne seine gebückte Stellungzu verändern:An dem Hinterpförtchen ist Tausendschön."Ich war nicht ganz unbekannt mit der von den Mauren inSpanien zu solcher Vollkommenheit gebrachten Blumcnsprache;aber auch ohnedem würde ich den Wink verstanden haben, derFreiheit zu verheißen schien. Mit so viel Eile, als die Vor-sicht gestattete, denn ich hätte von der Oberin oder einerSchwester vom Fenster ans bemerkt werden können, liefich nach dem Pförtchen. Es war, wie gewöhnlich, fest ver-