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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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glaube ich, daß er, ohne eine größere Vorstellung von unseremVermögen zu haben, als das Publikum, anfänglich es mitseinen Bewerbungen ernstlich meinte. Er besaß so viel Einfluß,um eine gerichtliche Entscheidung zu unseren Gunsten erlangenzu können, und die damit gewonnene Summe wurde schon einbeträchtliches Vermögen ansgemacht haben. Kurz, welches auchimmer seine Beweggründe gewesen sein mögen, er hielt mitmeiner Zustimmung bei meiner Mutter um meine Hand an.

Mit dem Schwinden der Gesundheit meiner Mutter hat-ten auch ihre Verstandeskräfte abgenommcn, und ihre Gefühlewaren dagegen reizbarer geworden. Du wirst von der Grim-migkeit der alten schottischen Fehden gehört haben, auf welcheman die Worte der Schrift anwenden kann: die Vater essensaure Trauben und die Zähne der Kinder werden stumpf. Un-glücklicher Weise, ich sollte sagen glücklicher Weise, wennich bedenke, wie sich dieser Mann seitdem gezeigt hat, wareine solche Fehde zwischen seinem Hanse und dem meiner Mut-ter die Quelle eines Hasses gewesen, der sich auf sic vererbthatte. Als er um meine Hand anhielt, konnte sie ihre Leiden-schaft nicht bändigen. Sie störte alle Beleidigungen hervor,welche die beiden Familien in einem blutigen, zweihnndertjäh-rigen Streite einander angethan hatten, fügte höhnische Wortehinzu, und verwarf seinen Antrag, als käme er von dem ver-ächtlichsten Menschen.

Mein Geliebter entfernte sich voll Zorn. Ich weinte nn-murrte wider das Geschick und ich will meinen Fehler ge-stehen wider meine liebe Mutter. Ich war anders erzogenals sie. Die Ueberliefernngcn von den Fehden und Streitig-keiten ihrer Familie in Schottland, denen sie eine hohe Wich-tigkeit beilegte, waren in meinen Augen so unbedeutend, wiedie Thaten und Phantasien von Don Quixote. Ich tadelte sie