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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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nahm, »erstattete sie mir in ihrer Zärtlichkeit, zuweilen in Ge-sellschaften zn gehen, denen sie selber nicht beiwohnte, indemsie mich der Aufsicht von Damen überließ, auf welche sie ver-trauen zn dürfen glaubte, besonders der Aufsicht einer Gene-ralsfran, deren Schwäche oder Falschheit die Ursache meinesUnglücks geworden ist. Ich war munter, Grethchen, undleichtsinnig, ich wiederhole es, so wie du noch vor Kurzemwarst, als plötzlich meine Aufmerksamkeit, wie die deinige, aufeinen einzigen Gegenstand geheftet, und eine Gattung vonGefühlen in mir vorherrschend wurde.

Die Person, welche dies veranlasse, war ein junger, schöner,gebildeter, vornehmer Kriegsmann aus Britanien. Insoweit istder Fall bei mir und dir ähnlich; verhüte es Gott, daß dieAehnlichkeit vollständig werde! Dieser Mann, so hochgeboren,so wohlgestaltet, so reichbegabt, so unerschrocken, dieserSchurke, denn dies, Margarethe, ist der passendste Name fürihn, sprach mir von Liebe, und ich hörte auf seine Worte.Konnte ich seine Aufrichtigkeit bezweifeln? Er war reich, vor-nehm, und von einem alten Geschlecht. Ich war ebenfalls vor-nehm, und eine reiche Erbin. Allerdings kannte er nicht denBetrag meines väterlichen Vermögens, auch theilte ich ihmnicht mit (ich weiß nicht einmal, ob ich es damals selbst wußte),daß der größte Theil jenes Vermögens außer dem Bereich derWillkür, und dem ungewissen Spruche der Richter entzogen mar.ltzermnthlich dachte mein Liebhaber, wie meine Mutter der Weltglauben machte, fast unser ganzes Vermögen stehe auf demProzeß, den zn führen wir nach Madrid gekommen waren;denn meine Mutter unterhielt diese Meinung, weil sie wußte,daß die Uebertragnng eines großen Theiles unseres Vermögensnach England bei spanischen Gerichten eine schlechte Empfeh-lung zur Beitreibung anderer Summen sein würde. Indessen