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„Grethchen," unterbrach Hermione das Mädchen, „der ver-ächtliche Ton, in welchem du von Leuten deines Standessprichst, von denen Hunderte oder Tausende in jeder Beziehungbesser sind, als du, und dich sehr damit ehren wurden, wennsie an dich dächten, — dieser Ton, Mädchen, scheint mir eineschlechte Bürgschaft für die Verständigkeit deiner Wahl zusein. Denn eine Wahl, scheint es, hat stattgcfnndcn. Werist es, Mädchen, an den du so nnbedachtsam dein Herz ge-hängt hast? Unbedachtsam, fürchte ich, ist deine Wahl."
„Es ist der junge schottische Lord Glenvarloch, gnädigeFrau," antwortete Margarethe leise in bescheidenem, aberziemlich festem Tone.
„Der junge Lord von Glenvarloch?" wiederholte Hermioneerstaunt. „Mädchen, du bist toll!"
„Ich wusste zum Voraus, das; Ihr so sprechen würdet,gnädige Frau," erwiderte Margarethe. „Dasselbe hat mireine andere Person gesagt, und dasselbe bin ich zuweilen ge-neigt mir selber zu sagen. Aber seht mich an, gnädige Frau,denn ich will jetzt vor Euch hintreten, und sprecht, ob Wahn-sinn oder Verrücktheit in meinen Blicken und Worten ist,wenn ich Euch wiederhole, das; ich meine Neigung entschiedendem jungen Standesherrn zugewandt habe."
„Wenn nicht Wahnsinn in deinem Blicke und Worte ist,"antwortete Hermione, „so ist wenigstens ungeheure Thorhcit indem, was du sagst. Hast du je gehört, das; übel angebrachteLiebe etwas Anderes als Elend zur Folge gehabt hat? Suchedir einen Mann unter Deinesgleichen, und entgehe den zahl-lose» Gefahren und dem tausendfachen Jammer, der die un-vermeidliche Folge einer über deinen Stand hinaus strebendenNeigung wäre. — Was lächelst du, Mädchen? Ist in dem,was ich sage, irgend Etwas, worüber zu spotten wäre?"