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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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schlossenen Gemächern gesehen und gehört hatte. Die unbe-deutendste Frage über Meister Heriots Gespenst genügte, umsie im Augenblick der muntersten Geschwätzigkeit schweigsamzu machen.

Wir erwähnen dies, um die frühzeitige CharakterstärkeMargarethens in's Licht zu sehen, eine Charakterstärke, diesich unter hundert tollen Einfällen und Launen verbarg, wieein alter massiver Strebepfeiler durch die phantastische Hüllevon Ephen und wilden Blumen verkleidet wird. Ucbrigens,wie schon bemerkt, hätte sie auch Alles gesagt, was sie in denFoljambischen Zimmern gesehen und gehört hatte, so würdedamit die Neugier der Frager wenig befriedigt worden sein.

In der ersten Zeit ihrer Bekanntschaft pflegte Frau Her-mione die Aufmerksamkeiten ihrer kleinen Freundin mit nied-lichen Geschenken zu belohnen und sie durch Vorzeigung aus-ländischer Seltenheiten und Merkwürdigkeiten, zum Theil vonbedeutendem Wcrthe, zu unterhalten. Zuweilen wurde dieZeit auf eine für Margarethen weit weniger angenehme Weisehingebracht, indem Pauline ihr Unterweisung im Gebraucheder Nadel gab. Die Lehrerin besaß darin eine damals nur inausländischen Klöstern bekannte Geschicklichkeit, allein dieSchülerin war so unverbesserlich träge und ungeschickt, daßam Ende das Nähen und Sticken aufgegeben und durch Unter-richt in der Musik ersetzt wurde. Auch hierin war Paulinevorzüglich zur Lehrerin befähigt, und Margarethe, welche na-türliche Anlagen dazu hatte, machte gute Fortschritte'in derVocal- und Instrumentalmusik. Der Unterricht fand in Gegen-wart der Dame statt und schien dieser viel Vergnügen zu ge-währen. Zuweilen begleitete sie mit ihrer reinen wohllauten-den Stimme, jedoch nur, wenn die Musik kirchlich war. AlsMargarethe älter wurde, nahm ihr Verkehr mit der Klaus-