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nenn einen andern Charakter an. Es ward ihr gestattet, odervielmehr, sie wurde veranlaßt, zu erzählen, was sie auswärtshörte. Frau Hermione bemerkte den Scharfblick und das guteGedächtnis; ihrer jungen Freundin, fand aber auch oft Anlaß,sie vor Uebereilung in Bildung ihrer Meinungen und vorleichtsinnigem Muthwillen in Aenßerung derselben zu warnen.
Die Ehrfurcht, mit welcher Margarethe diese ungewöhn-liche Erscheinung zu betrachten gewohnt war, bestimmte sie,obwohl sie sonst nicht leicht Widerspruch und Tadel vertrug,Hermionens Ermahnungen geduldig anzuhören und die guteAbsicht dabei in Rechnung zu bringen. Freilich dünkte es ihrsonderbar, daß Frau Hermione, welche nicht vor die Thürihrer Zimmer kam, sich beigehen lassen konnte, Weltkenntnis;eine Person zu lehren, welche zwei Mal die Woche zwischenTemple-Bar und der Lombardstraße hin und her ging undobendrein noch jeden Sonntag, wenn es schönes Wetter war,im Parke paradirte. Der wenige Geschmack, den sie an Zu-rechtweisungen fand, würde sie vielleicht bestimmt haben, ihrenVerkehr mit den Bewohnerinnen der Foljambischen Zimmer indem Maße zu beschränken, als der Kreis ihrer Bekanntschaftenin der Welt außerhalb sich erweiterte, wenn sie nicht, abge-sehen von der Ehrfurcht vor ihrer Ermähnen«, sich geschmei-chelt gefühlt hätte, bis zu einem gewissen Grade in ein Ge-heimnis; eingeweiht zu sein, das zu kennen Andere sich verge-bens sehnten. Uebrigens war die Sprache, welche die Dameführte, zwar immer ernst, aber nicht pedantisch streng; auchnahm Hermione keinen Anstoß an Aeußerungen eines unschul-digen Leichtsinnes, welche sich Jungfer Margarethe zuweilenin ihrer Gegenwart erlanbte, selbst wenn dieselben von derArt waren, daß Monna Panla die Augen gen Himmel rich-tete und mit dem Bedauern einer Betschwester über das eitle