Euch auf, Herr Herzog, die Gesetze wider ihn iu Anwendungzn bringen."
Jetzt erhob sich der Templer, und wollte die Bcrathungendes Hofes unterbrechen. Aber der Herzog bedeutete ihm, erwerde das Wort für seinen Freund erhalten, wenn der Rathseine Erwägungen geschlossen habe.
Der Advocat stand auf, bemerkte, daß er den Rechtspuuktberühren wolle, und sprach: „Es ist leicht zu sehen, daß die-ser Herr nicht wegen einer Civilsache hiehcr gekommen ist,vielmehr glaube ich, seine Geschichte ist die, von der mir schongehört haben, von einem im Umkreise des Parks gegebenenSchlage. In einem solchen Falle kann die Freistätte den Ver-brecher nicht schützen, vielmehr wird der alte Dieb von Oberst-landrichter einen Besen schicken, der die Gassen des Elsassesvom Strande bis zur Treppe kehrt. Die Politik erheischt, znerwägen, welches Unheil der Republik aus der Hegung einesFremden unter solchen Umständen erwachsen kann."
Der Hauptmann, welcher bisher ungeduldig zugehört hatte,sprang jetzt auf mit der Heftigkeit eines Pfropfs, der anseiner Flasche starken Bieres herausfährt. Mit martialischerMiene seinen Schnurrbart drehend, warf er einen Blick derVerachtung auf den Rechtsgelehrten und auf den Geistlichen,und begann also:
„Hvchedler Herzog Hildebrod! Wenn ich solche feige, nie-derträchtige Anträge aus dem Munde von Em. DurchlauchtRäthen kommen höre, und wenn ich denke an die Huffs, dieMuns und die Tityretus, von welchen Ew. Durchlaucht Ahnenund Vorfahren bei solchen Gelegenheiten Rath zn nehmenpflegten, dann will es mich bedünken, als ob die Thatenlusttodt sei im Elsaß, wie in meiner Großmutter. Allein werdies denkt, der denkt eine Lüge, denn ich getraue mich, im