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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
91
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Die Ankömmlinge hatten vollkommene Muße, alle dieseBemerkungen zu machen, denn Se. Durchlaucht, sei cs, daß Sievon dem Strome der Harmonie unwiderstehlich hingerissen wurde,sei es, daß Sie in den Ankömmlingen einen richtigen Begriffvon der Wichtigkeit der herzoglichen Person erwecken wollte,geruhte das Lied zu Ende zu singen, wiewohl Sic mittlerweiledie Beide» genau mit Ihrem einfachen Sehorgan musterte.

Nachdem Herzog Hildebrod seinen Gesang beendigt hatte,benachrichtigte er seine Lieben Getreuen, daß ein würdiger Beam-ter des Tempels ihnen seine Aufwartung mache, und gebot demHauptmann und dem Pfarrer, ihre Großvaterstühle den beidenFremden abzutreten, welche er zu seiner Rechten und zu seinerLinken Platz nehmen hieß. Die würdigen Repräsentanten desLehr- und Wehrstandes im Elsaß verfügten sich auf eine ge-brechliche Bank am untern Ende der Tafel. Aber diese Bank,nicht geeignet, Männer von solchem Gewichte zu tragen, gabunter ihnen nach, und der Mann vom Schwerte und der Mannim Fricdeuskleide kugelten übereinander her auf dem Fußbodenhin unter dem jubelnden Gelächter der Gesellschaft. Zornigsprangen sie auf, wetteifernd in lauten und schweren Flüchenein Kampf, in welchem der Pfarrer vermöge seiner theologischenKenntnisse den Hauptmann weit hinter sich ließ, und der amEnde beigelegt wurde durch die Ankunft von Aufwärtern mithandfesteren Stühlen und durch einen langen Zug ans der küh-lenden Kanne. Nachdem diese Bewegung gestillt war, undnachdem die Fremdlinge höflich mit Flaschen, wie die Uebrigcn,versehen waren, trank der Herzog in der gnädigsten Weise aufsWohlsein des Tempels und zum Willkomm von Meister Regi-nald Lowestoffe. Seine Artigkeit wurde mit Dank angenom-men, und der Beehrte bat um Erlaubniß, eine Maß Rheinweinbestellen zu dürfen, um dabei seine Eröffnung zu machen.