Leben führe in den Speischäusern und Trinkstuben von Lon-don, wahrend in Deutschland des Königs Trommeln ertöntenund seine Fahnen wehten in der Sache des Pfalzgrafen, sei-nes Schwiegersohnes. — Em. Herrlichkeit kann sich denken,daß ich nichts Anderes thnn konnte, als einen Bückling machen,und ein gnädiges „Guten Tag, Herr Mungo Malagrowther"«erstattete mir, zu Em. Herrlichkeit zurückzukehren. Und nun,edler Herr, wenn Eure Geschäfte oder Euer Vergnügen Enchin das Speischaus rufen oder anderwärts hin nach der Alt-stadt zu, so laßt mich mit Ench gehen. Denn ohne Zweifelwerdet Ihr überzeugt sein, daß Ihr Ench lange genug imParke aufgehalten habt, sintemal die Gesellschaft dort amEnde des Ganges wieder umwenden wird, und Ihr einendeutlichen Wink empfangen habt, dem Prinzen so bald nichtwieder aufznstoßen."
„Ihr könnt gehen oder bleiben, je nachdem es Euch be-liebt, Herr Mungo," antwortete Nigel mit Ruhe, aber zugleichmit dem Ausdruck tiefer Entrüstung. „Was mich betrifft, soist mein Entschluß gefaßt. Ich werde diesen öffentlichen Spa-ziergang auf keines Menschen Belieben hin verlassen, nochweniger will ich ihn verlassen als Einer, der unwürdig ist,an öffentlichen Orten gesehen zu werden. Ich hoffe, derPrinz und sein Gefolge werden, wie Ihr sagt, auf diesemWege znrückkommcn. Ich will sie erwarten, Herr Mungo,und ihnen Trotz bieten."
„Ihnen Trotz bieten?" wiederholte der Ritter aufs Höchstebetroffen. „Trotz bieten dem Prinzen von Wales, dem Erbendes Reiches? — Meiner Seele, das mögt Ihr für Ench alleinthnn."
Er schickte sich an, eilends den Freiherrn zu verlassen, alsein bei ihm ungewöhnlicher Anflug von gutmüthiger Theil-