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12 (1851) Nigels Schicksale
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Themse gestürzt. Es sind ihrer aber noch genng übrig; beiFloddenedge ist es noch weniger säuberlich hergegangen *)."

Man hat Euch belogen, soweit es mich betrifft, HerrMungo!" rief Nigel im Tone der Entrüstung.

Sehr wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich," erwiderte derunerschütterliche Alte.Nichts ist heutzutage mehr im Umlauf,als Lügen. Also ist der Junge nicht ertrunken? Desto schlim-mer. Aber ich habe diesen Theil der Geschickte nie geglaubt.Ein Londoner Handelsmann hat mehr Verstand in seinemGrimme. Ich mochte darauf schwören, der Junge hat jetzteinen Besen in der Hand und kehrt in den Gossen nach rosti-gen Nägeln, um mit denselben sich wieder aufzuhelfen. Erhat, heißt es, drei Kinder, die werden ihm fleißig helfen inden Rinnsteinen herumstören. Ew. Herrlichkeit kann das Glückhaben, ihn nochmals zu Grnnde zu richten, wenn sie es mitdiesem Geschäft zu Etwas bringen."

Das ist mehr als unerträglich!" rief Nigel, unschlüssig,ob er sich voll Entrüstung rechtfertigen oder den alten Quäl-geist von sich schlendern sollte. Doch die Ueberlegung einesAugenblicks überzeugte ihn, daß das Eine wie das Andere nurdazu dienen könnte, den Lästerungen, welche in höheren undniederen Kreisen über ihn verbreitet wurden, ein Ansehen vonWahrheit zu geben. Er beschloß also weislich, Herrn Mnngo'sstudirte Unverschämtheit zu ertragen, in der Hoffnung, dieQuelle zn entdecken, aus welcher die seiner Ehre nachtheiligenGerüchte flössen.

Herr Mungo seinerseits hielt sich seiner Gewohnheit gemäß

") Bei Floddenedge erlitten die Schotten eine Niederlage von denEngländer». Malagrowther läßt den jungen Freiherr» diese Niederlagean Londoner Krämern rächen.