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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Ich könnte dir zürnen über deine Narrheit, Bursche, aber ichbedenke, wie dn im Ungemach an mir gehangen hast."

Ungemach, edler Herr, würde uns nie geschieden haben,"antwortete Richard.Ich glaube, wenn es zum Aeußerstengekommen wäre, würde ich eben so herzhaft Hunger gelittenhaben, wie Ew. Herrlichkeit, oder vielleicht noch herzhafter,da ich einigermaßen daran gewöhnt bin. Denn obwohl ich ineinem Fleischscharren ausgewachsen bin, so sind mir doch nichtimmer gebackene Schnitten etwas Gewöhnliches gewesen."

Nun, was sott all' dies dumme Zeug?" fragte Nigel.Etwa blos meine Geduld auf die Probe stellen? Du weißt,wenn ich zwanzig Diener hätte, so würd' ich doch am meistenauf den Getreuen halten, der in der Noth nicht von mir ge-wichen ist. Aber unvernünftig ist es von dir, mich mit deinenernsthaften Capricen zu plagen."

Gnädiger Herr," erwiderte Richard,indem Ihr EuerVertrauen auf mich erklärt, thut Ihr Etwas, was Euch Ehremacht, wenn ich ohne Unbescheidenheit so Etwas sagen darf,und Etwas, das von meiner Seite keineswegs unverdient ist.Nichtsdestoweniger müssen mir scheiden."

Zum Teufel! warum denn?" fragte der Freiherr.Wel-chen Grund kann cs dafür geben, wenn wir wechselseitig zu-frieden sind?"

Gnädiger Herr," erwiderte Richard,Ew. HerrlichkeitBeschäftigungen sind von der Art, daß ich sie nicht durchmeine Gegenwart gutheißen kann."

Was?" rief sein Herr zornig.

Halten's zu Gnaden, edler Herr," antwortete der Die-ner,es ist ungleich gehandelt, gleichmäßig durch mein Spre-chen und durch mein Schweigen sich verletzt zu finden. WennIhr geduldig die Gründe meines Abgangs anhören könnt, so

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