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Richard drehte den Kopf ein wenig rechts, so langsam, alshätte er einen steifen Hals, nahm dann seine vorige Haltungwieder an und erwiderte: „Fratze hin, Fratze her — davonHab' ich nicht zn sprechen."
„Nun, wovon hast du denn zn sprechen?« fragte sein Herr,den die Umstände gewöhnt hatten, seinen Diener sich vieleFreiheiten herausnehmen zn lassen.
„Gnädiger Herr!" — begann Richard, hielt dann inne,hustete und räusperte sich, als ob das, was er sagen wollte,ihm in der Kehle stecken bliebe.
„Ich errathe das Gcheimniß," sprach Nigel, „vermuthlichbrauchst du eine Kleinigkeit an Geld. Wie ist's, Richard?Wirst du mit fünf Kopfstück genug haben?"
„Gnädiger Herr," erwiderte Richard, „ich brauche aller-dings wohl etwas Geld. Es ist mir lieb und leid, daß Ew.Herrlichkeit jetzt mehr hat, als sonst."
„Lieb und leid?" wiederholte der Freiherr. „Ei, meinJunge, du gibst mir Räthsel auf!"
„Mein Räthsel ist leicht zu lösen," sprach Richard. „Ichwollte bei Ew. Herrlichkeit gehorsamst anfragen, ob Ihr Nichtsnach Schottland zn befehlen habt?"
„Nach Schottland? Bist du toll? Kannst du nicht warten,um mit mir zn gehen?"
„Ich könnte Euch bis zu Eurer Abreise wenig mehr nützen,"erwiderte Richard, „da Ihr im Sinn habt, einen anderenPagen und Reitknecht anzunehmen."
„O du eifersüchtiger Esel!« erwiderte der junge Herr.„Wird denn nicht dadurch die Last des Dienstes um so leichterfür dich? Geh', nimm dein Frühstück zu dir und trinke Dop-pelbier, um dir solchen Unsinn aus dem Kopfe zu bringen.