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„Meiner Treue, Malcolm, ich denke, der junge MenschHut hier Siecht," bemerkte der wackere alte schottische Landherr.„Welches Siecht hat Buckingham oder, deutlicher gesprochen, derSohn des Herrn Georg Villiers, Huldigung und Ergebenheitzu erwarten von Einem, der ein acht Mal besserer Edelmannist als er? Ich habe selbst zngehört, wie er ohne den gering-sten scheinbaren Grund den jungen Mann seinen Feind nannte,und nie werde ich diesem rathen, ei» sanftes Wort zu ihm zusprechen, bevor er sein hartes znrücknimmt."
„Das ist auch meine Meinung," bemerkte Dalgarno. „AberIhr werdet zugeben, liebster Vater, daß es hieße, das Aenßerstewage», wenn unser Freund wieder zur Audienz ginge, währendder Herzog sein Feind ist. Ueberlaßt es lieber mir, die Hitzedes Unwillens zu mäßigen, welchen der Herzog auf Antriebvon Fuchsschwänzen, auf unfern Freund geworfen hat."
„Wenn dn Buckingham überzeugen kannst, daß er Unrechthat, dann will ich zugestehcn, daß ich ein Mal wenigstensWohlwollen und Ehrlichkeit im Hofdicnste gefunden habe. Ichhabe dir, Malcolm, und deiner Schwester oft gesagt, daß ichim Allgemeinen eine äußerst geringe Meinung davon habe."
„Ihr dürft nicht zweifeln, daß ich mein Möglichstes fürNigel thun werde," erwiderte der junge Freiherr. „Aber Ihrmüßt bedenken, daß ich langsamere und gelindere Mittel an-wendcn muß, als die, durch welche Ihr vor zwanzig Jahrenin Gunst gekommen seid."
„Wahrhaftig, ich fürchte, dn wirst es thun," versetzte seinVater. „Ich sage dir, Malcolm, ich mochte mich lieber in'sGrab wünschen, als deine Ehrlichkeit bezweifeln. Aber wahrist es, ehrlicher, rascher Dienst ist jetzt am Hofe nicht mehrso wohlgefällig, wie in meinen jüngeren Jahren, und dochkommst du am Hofe empor."