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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Die Zeit bringt Euren altvaterischen Dienst nicht mehrmit sich ," erwiderte Malcolm.Wir haben nicht mehr jedenTag Aufstände, jede Nacht Mordversuche, wie sie am schotti-schen Hofe an der Tagesordnung waren. Euer rüstiger, un-zarter Dienst mit dem Schwert in der Hand bei dem Herr-scher ist nicht länger nöthig und würde eben so unpassend er-scheinen, wie Eure altmodischen Knechte mit Abzeichen, Schwer-tern nnd Schilden aus einem Hvfballe. Ueberdem, liebsterVater, hat allzugroßer Diensteifer seine mißliche Seite. Ichhabe ans dem Munde des Königs gehört, daß, als Ihr denVerräther Rnthven erdolchtet, dies mit so geringer Rücksichtgeschah, daß die Spitze Eures Gewehres einen Viertelzoll tiefin den königlichen Popo cindrang. Der König spricht nie da-von, ohne den verletzten Theil zu reiben und sein inkunclum

-renovsi'e dolorem ") zu citiren. Seht, das kommt von

den alten Moden, vom Tragen Liddesdaler Halbschwerter stattParmesaner Dolche. Und das nennt Ihr raschen, wackernDienst! Man hat mir gesagt, der König konnte vierzehn Tagelang nicht aufrecht sitzen, obwohl alle Kiffen in Falkland aufseinen Staatsseffel gelegt und die des Burggrafen von Dum-ferline noch dazu geborgt wurden."

Das ist eine Lüge!" rief der alte Graf,eine Lüge, magsse schmieden, wer da will! Es ist wahr, ich trug einen Kriegs-dolch an der Seite, nicht einen Pfriem, wie der dcinige, derals Zahnstocher dienen könnte. Und was raschen Dienst be-trifft, Schwernoth! er muß wohl rasch sein, um zu nützen,wenn Könige Berrath und Mord schreien mit der Stimmeeiner halberdroffeltcn Henne. Aber ihr jungen Höflinge wißtnichts von diesen Dingen und seid nicht viel besser, als die

') Den unsäglichen Schmerz erneuern.