Vergeude» von Geld Hütte führen können. Ueberdem war ervon Natur ans nicht zur Verschwendung geneigt. Wenn seinVater einen edlen Abscheu fühlte bei dem Gedanken, daß er jeeinem Spieltische nahen sollte, so war es vermnthlich wenigeraus Besorgnis;, daß er ein verlierender, als daß er ein ge-winnender Abenteurer >«rden möchte. Der Verlust führtenach der Ansicht des Alten zu einem großen Nebel, zur Zer-rüttung des zeitlichen Vermögens, aber mit diesem Nebel en-digte er; der Gewinn hingegen setzte Leib und Seele in Ge-fahr, und um so mehr, je mehr er znnahm.
Die Besorgnisse des alten Freiherrn gingen insofern in Er-füllung, als sein Sohn ans einem Zuschauer bei Glücksspielenallmählig, mit kleine» Wetten beginnend, ein Mitspieler wurde.Es ließ sich nicht leugnen, daß sein Rang und Vermögen ihnberechtigte», ein Paar Goldstücke aufs Spiel zu setzen, (undmehr wagte er nicht) gegen Personen, welche, der Leichtigkeitnach zu urthcilen, mit welcher sie ihr Geld einsetzten, wohlim Stande sein mußten, den Verlust desselben zu ertragen.
Der Zufall, oder vielmehr, wie man allgemein glaubte, seinböser Geist wollte, daß seine Wagnisse ausgezeichnet glücklichwaren. Er war ruhig, vorsichtig, kaltblütig, hatte ein gutesGedächtnis; und rechnete gut. Eine oberflächliche Betrachtungseiner Person und wenige mit ihm gewechselte Worte konntenJeden überzeugen, daß er nicht der Mann sei, der sich betrü-gen oder einschüchtern lasse. Man spielte darum mit ihm derRegel gemäß, und wenn er, entweder um sein Glück nicht wei-ter zu wagen oder um einen beginnenden Verlust nicht größerwerden zu lassen, das Spiel abbrach, wagten die erklärterenVerehrer Fvrtunas bei Beanjen nicht, ihre Unzufricdenhcidarüber anszndrücken, daß er mit Gewinn anfstand. Doch alsdies öfter vorkam, murrten die Spieler über die Behutsamkeit