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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Tag unter den Fröhlichen »nd Schönen. Er hatte an diesemTage den dienenden Ritter zn spielen bei der Schwester seinesFreundes, der reizenden Gräfin von Blackchester, welche nacheinem hohen Range strebte in der gute» Gesellschaft nicht nur,sondern auch ans dem Felde des Einflusses »nd des Witzes.

Sie war bedeutend älter als ihr Bruder, und hatte ver-mnthlich ihre dreißig Jahre. Aber was ihr an Jugend abging,wurde reichlich ersetzt durch einen sorgfältigen Putz, durch früh-zeitige Bekanntschaft mit jeder fremden Mode und durch eineeigne Gabe, denjenigen Putz zn wählen, der sie am bestenkleidete. Am Hofe kannte sie so genau wie irgend eine Dameden moralischen, politischen, gelehrten oder scherzhaften Ton,der passend war, wenn man dem Könige antwortete, je nach-dem dieser gerade gelaunt war. Man glaubte, sie sei sehrthätig gewesen, um durch ihren persönlichen Einfluß ihremGemahl eine hohe Stellung am Hofe zu verschaffen, welcheder gichtische alte Vicegraf mit seinem hausbackenen Verständeund Benehmen nie erlangt haben würde.

Für diese Frau war es viel leichter, als für ihren Bruder,einen Neuling am Hofe, wie Lord Glenvarloch, mit den Ge-wohnheiten des ihm bisher fremden Lebenskreises ausznsöhnen.In jeder civilistrten Gesellschaft geben die Frauen von hohemRange und ausgezeichneter Schönheit den Ton an, der zunächstdas äußere Benehmen und sodann die Moral bestimmt. Franvon Blackchester hatte überdies; Einfluß am Hofe oder auf denHof (woher, ließ sich nicht Nachweisen), einen Einfluß, derihr Freunde verschaffte, und Diejenigen einschüchterte, welcheLust hätten haben können, die Feinde zu spielen.

Eine Zeitlang galt es für ausgemacht, daß sie auf sehrgutem Fuße mit der Familie Buckinghams stehe, von welchemihr Bruder ein Vertranter war. Nun war zwar einige Kälte