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Nigel, sein Seitengewehr lvsmachend nnd es dem Dienerübergebend.
„Und warum sollte es nicht räthlicb sein?" entgegncteDalgarno. „Ihr denkt an die Alte Rauchige, wie mein Vatergleichsam schmeichelnd Eure gute schottische Hauptstadt nennt,wo eine solche Wirtschaft mit persönlichen Feindschaften undParteifehden ist, das; ein irgend angesehener Mann nicht zweiMal über Eure Hochstraße gehen kann, ohne sein Leben dreiMal in Gefahr zu setzen ch- Hier, edler Herr, wird keineRauferei auf der Straße geduldet. Sobald ein Schwert ge-zogen wird, mischt sich der vchsenköpfige Bürger ein und „Prü-gel" ist das Losungswort."
„Und das ist ein hartes Wort, wie mein Hirnkasten bezeu-gen kann," bemerkte Richard.
„Wäre ich dein Herr," sprach Dalgarno im strengen Tone,„so würde ich dir den Hirnkasten öffnen, wenn du in meinerGegenwart ein Wort sprächest, ohne daß man dich zuvor an-geredet hätte."
Das Tagebuch des ehrbare» Bürgers Birrel enthält oft Begeben-heiten wie die folgende: ..Am 24. November (ISK7) um zwei UhrNachmittags begegneten sich der Herr von Airth und der Herr vonWremS auf der Hochstraße in Edinburgh, nnd sie und ihr Gefolge lie-ferten sich ein blutiges Gefecht, in welchem von beiden Seiten MehreLurch Pistolenschüsse verwundet wurden." — NebrigcnS waren solcheNanfcreie» auch in London nicht so ungewöhnlich, wie cS nach Dalgar-no'S Aeußerung scheinen sollte. In ShadwcllS Lustspiel: ..Die Land-streicher," erzählt ein alter Taugenichts, indem er sich seiner früherenThaten rühmt: ..Ich habe die HektvrS gekannt, und vor diesen dieMuns und die TityretuS. Das waren Hauptkerle! Damals kvnute ei»Mann nicht von dem Rosengarten bis zur Piazza gehe», vhne zweiMal seiu Lebeu zu wagen." — In Edinburgh waren die SchlägereienFolge von Erbfehdcn, in London entsprangen sie aus der Ausgelassenheitund Anmaßung junger Wüstlinge.