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derselbe führte, bei weitem nickt so empörend, als wir seinerGesinnung nach vermnthen sollten, weil die gefällige Form, inwelche Dalgarno seine Unsittlichkeit hüllte, dieselbe minder ab-schreckend erscheinen ließ. Ueberdies hütete sich der Höfling,lange bei solchen Punkten zn verweilen, welche mit den Ge-wohnheiten und Grundsätzen des zn Bekehrenden in allzugrcl-lem Widerspruche zn stehen schienen, und überall mischte erso sehr Scherz und Ernst untereinander, daß Nigel nie wußte,ob er die wahre Meinung seines Führers vernehme oder dieAusflüsse seiner tollen Laune. Hin und wieder schimmerte inseinem Gespräche Mnth und Ehrgefühl durch, so daß sich an-nehmen ließ, Dalgarno würde, falls er einen geeigneten Anlaßerhielte, einen ganz andern Charakter entwickeln, als den desHöflings und Wollüstlings, den er jetzt zur Schau trug.
Auf der Rückfahrt bemerkte Nigel, daß sie an dem Hausedes Grafen von Hnntinglen vorbcikamen, und machte den LordDalgarno darauf aufmerksam, indem er äußerte, er glaube, siewürden hier zn Mittag speisen. „Gewiß nicht," erwiderteDalgarno. „Ich habe zn viel Mitleid mit Euch, als daß ichEuch nochmals den Bauch mit halbrohem Rindfleisch und Ca-nariensect füllen sollte. Ich habe Euch Etwas Besseres zuge-dacht, als einen solchen Skythenschmaus. Mein Vater seiner-seits will heute bei dem ernsten alten Grafen von Northamp-ton speisen, dem weiland gepriesenen Unterdrücker vorgeblicherProphezeihnngcn, Freiherrn Heinrich Howard" ").
-tz Lord Heinrich Howard war der zweite Sohn des dichtenden Gra-fen von Snrrey. Talentvoll und kcnntnißreich schrieb er IS8Z: „EinVcrwahrnngsmittel wider das Gift vermeintlicher Prophezcihungen." Ergewann die Gunst der Königin Elisabeth, indem er, wie er sagte, seinGeschütz gegen eine Sectc kö n ig sfcin d li ch er Wahrsager richtete.In den letzten Jahren Elisabeths war er ein eifriger Anhänger Jakobs,
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