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Nigel," antwortete Lord Dalgarno. „Einstweilen schlage ichEuch vor, die Flnth zn benutzen, um eine Spazierfahrt fluß-aufwärts zn machen. Den Mittag, hoffe ich, werdet Ihr mitmir speisen."
Nigel ließ sich einen Vorschlag gefallen, der so viel Unter-haltung versprach. Er, sein Freund, Lntin und Moniplies —welche Letztere nebeneinander wie eine Verbindung von Affe undBar erschienen — bestiegen Lord Dalgarno's Kahn, dessenRuderer das Wappen Sr. Herrlichkeit am Arme trugen. DieLuft war herrlich, und die muntere Unterhaltung Dalgarno'serhöhete die Lust der Fahrt. Er konnte Nigel» nicht nur Aus-kunft über die verschiedenen öffentlichen Gebäude und standes-herrlichcn Wohnungen geben, an welchen sie vorbeifuhren, son-dern er würzte diese trocknen Angaben auch durch eine Mengevon Anekdoten, politischen Winken und Skandalgeschichten.Wenn er auch nicht gerade sehr witzig war, so hatte er jeden-falls vollkommen den Ton der höheren Gesellschaft, welcherdamals, wie jetzt, jeden sonstigen Mangel überreich ersetzte.
Dieser Ton war dem jungen Freiherr» von Gleuvarlvcheben so neu, wie die Welt, welche Dalgarno vor seinen Blickenaufthat. Trotz seinem gesunden Menschenverstände und seinerim Ganzen edlen Gesinnung hörte er ohne Widerspruch dieLeetionen an, welche sein neuer Freund ihm als einem Neulingin der Welt gab. Einen Ton erhabener strenger Moralitätder leichten Conversation des Höflings gegenüber anzunehmen,hätte pedantisch und lächerlich ausgesehen, und jeder Versuch, denNigel machte, die Sätze seines Begleiters in scherzhaftem Tonezn bestreiten, bewies nur, wie sehr Dalgarno ihm in dieserArt der Unterhaltung überlegen war. Obwohl Nigel innerlichVieles von dem, was er hörte, mißbilligte, so fand er dochdie Manieren seines neuen Bekannten und die Sprache, welche