Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
192
Einzelbild herunterladen
 

192

will," erwiderte Lord Hnntinglen;und diese besteht darin,daß Ew. Majestät geruhen wollte, sogleich die Schrift desHerrn von Glenvarloch anzusehen, und in Betreff derselbenzu thun, was Euer gerechter und königlicher Sinn geeignetfindet, ohne Rücksprache mit Eurem Secrctär oder anderenHerren Eures Rathes."

Meiner Seele, das ist sonderbar," sprach der König.Ihrmacht den Fürsprecher für den Sohn Eures Feindes."

Eines Solchen, der mein Feind war, bis Ew. Majestätihn zu meinem Freunde machte," erwiderte der Graf.

Wohl gesprochen, edler Herr!" rief der König,und mitwahrhaft christlichem Sinn. Was das Gesuch dieses jungenMannes betrifft, so vermnthe ich schon, wovon es sich handelt.Aufrichtig gesprochen, hatte ich schon Georg Heriot zugesagt,dem Jungen gut zu sein. Aber da liegt der Hase im Pfeffer Steenie und das Kindlein Karl können ihn nicht leiden,eben so wenig Euer eigner Sohn, edler Herr, Also, dächt'ich, thäte er besser, nach Schottland zu gehen, bevor ihm sieb-tes durch sie widerfährt."

Mit Ew. Majestät Erlanbniß," bemerkte der Graf,wasmeinen Sohn betrifft, so soll dieser mein Thun nicht bestim-men, und eben so wenig irgend ein anderer junger Tollkopf."

Ei, das mcinige auch nicht!" rief der König.Bei meinesVaters Seele, Keiner von ihnen allen soll Ilex") mit mir spielen.Ich will thun, was ich will und soll, wie ein freier König."

Also will Ew. Majestät mir meine Bitte gewähren?"fragte Huntinglen.

Ja gewiß, ja gewiß," antwortete der König.Aber kommthicher, daß wir mehr unter uns sind."

*) König.