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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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und Würden in abgelegten Kleidern, wie Komödianten, er-blicken, dann ist es nickt zn verwundern, daß cs am Hofe vonungebetenen Gästen wimmelt."

Ihr lobt den Geschmack meiner Stickerei, Meister Maxwell ?"versetzte der Ritter, sich stellend, als habe er die Worte des Unter-kämmerers nicht verstanden nnd als schließe er ans ihren Sinn ansder Bewegung seiner Hand.Sie ist nach einem alten, guten Mu-ster gearbeitet von Eurem Großvater mütterlicher Seite, demalten Jakob Stichel, einem wvhlangesehenen Schneidermeisterim Merlingsgäßchcn, dem ich gern Etwas zn verdienen gab,weil, wie ich mich mit Vergnügen erinnere, Euer Vater fürgut fand, besagten Mannes Tochter zn heirathen."

Maxwell zog ein finsteres Gesicht; allein da er wußte, daßvon dem lahmen Ritter keine Genngthuung zn erhalten war,und daß der fernere Wortwechsel mit einem solchen Gegnerihn nur lächerlich machen konnte, indem er eine Mißheirathzur Sprache brachte, auf die er nicht stolz zn sein brauchte,so verhehlte er seinen Zorn unter einem bitteren Lächeln, nndbegnügte sich damit, zu bedauern, daß Herr Mungo in Folgeseiner Taubheit nicht verstehe, was man ihm sage. Er gingweiter nnd pflanzte sich neben den Flügelthüren des Andienz-zimmers auf, wo er, wenn sie geöffnet wurden, sein Amt alsUnterkammcrhcrr oder Thürwart zn versehen hatte.

Die Thür des Andienzzimmers wird augenblicklich ausgehen,"flüsterte der Goldschmied scinemjnngenFrennde zn.Mein Standerlaubt mir nicht, Euch weiter zn begleiten. Unterlaßt nicht, mitZuversicht, wie es EnrerHerknnft angemessen ist, vorzntreten nndEure Bittschrift zn überreichen. Der König wird sic nicht zurück-weisen, vielmehr, wie ich hoffe, in geneigte Erwägung ziehen."

Während er sprach, öffnete sich die Thür des Audienzzim-mers, nnd die Hoflente setzten sich in Bewegung und zogen