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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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ganz außergewöhnlichen wunderlichen Kauze zu thun hatte, underwiderte seine Artigkeit mit gebührender Förmlichkeit. HerrMungo betrachtete ihn mittlerweile aufmerksam. Da angeborneVorzüge ihm eben so verhaßt waren, wie Reichthum und andereaußerpersönliche Vortheile, so war die schöne Gestalt des jungenFreiherrn ein Grund für ihn, sich wie ein Tröster Hiobs anihn zu drängen, ein Langes und Breites von der früherenGröße der Herren von Glenvarloch zu reden und sein Bedauerndarüber auszudrücken, daß er gehört habe, ihr Erbe habeschlechte Aussicht auf ihre Erbschaft. Weiter verbreitete er sichüber die Schönheit der herrschaftlichen Wohnung zu Glenvar-loch, über die vortheilhafte Lage des alten Schlosses, über dieherrliche Fläche des an Fedcrwildpret reichen Sees, über denausgedehnten Forst am Abhange eines von Rothwild wimmeln-den Berges und über alle sonstigen Vorzüge dieser herrli-chen alten Freiherrschaft, bis Nigel, trotz allen Anstrengungen,seine Gefühle zu bemeistern, endlich unwillkürlich seufzte.

Herr Mungo, welcher aus langer Uebung zu bestimmenwußte, wann der Gegenstand seiner boshaften Laune wundgedrückt war, bemerkte, daß sein neuer Bekannter zuckte, undhätte gar gern das Gespräch in derselben Weise fortgespon-nen; allein der ungeduldige Koch schlug jetzt mit dem Hefteseines Messers auf die Anrichte, daß es durch's ganze Hauserschallte, zum Zeichen, daß die Diener das Essen auftragenund die Gäste zu Tische gehen sollten.

Der lahme Ritter, ein Freund guter Kost was, beiläufiggesagt, ihn mit diesen Besuchen bei gemeinen Bürgersleutenversöhnte wurde durch jenen Schall abgelockt, und ließNigel und die andern Gäste in Frieden, bis sein Verlangen,sich an seinen Ehrenplatz hinzupfianzen, gebührender Maßenbefriedigt war. Zur Linken von Tante Judith sitzend, sah er