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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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maße» ansgesteppt, daß sie einen Dolchstoß abhielt, aber ihmdafür auch ein plumpes Ansehn gab, nnd falsch zugeknöpft, dieMeinung erweckte, er sei schief gewachsen. Ueber dem grünenWamse trug er einen dunkelfarbigen Schlafrock, aus dessen Taschesein Hifthorn hervorsah. Sein grauer Hut mit hohem Kopfelag auf dem Boden, mit Staub bedeckt, aber umschlungen voneinem Geschmeide mit großen Balasrnbinen. Statt seiner truger eine blaue Sammetmüye mit der Feder eines Reihers, densein Lieblingsfalk unter gefährlichen Umständen erlegt hatte,weshalb der König viel ans diese Feder hielt.

Diese Sonderbarkeit der Kleidung mar das ächte Sinnbildder Geistes- und Gemiithsbcschaffenheit eines Königs, aus welchemseine Zeitgenossen so wenig wie spätere Geschichtschreiber klugwerde» konnten- Jakob war gelehrt, ohne nützliche Kenntnisse zubesitzen; er bewies in einzelnen Fällen Scharfblick, ohne daß manihm überhaupt hätte Weisheit znschreiben können. Er hielt vielauf seine Gewalt, wünschte sie zu erhalten nnd zu vermehren,nnd war doch geneigt, sie den unwürdigsten Günstlingen zu über-lassen. Er war entschieden und herrisch in mündlicher Behaup-tung seiner Rechte, aber er sah ruhig zu, wie dieselben in derThat mit Füßen getreten wurde». Er liebte das Unterhandeln,nnd wurde dabei immer überlistet; er fürchtete den Krieg, selbstda, wo der Sieg leicht gewesen wäre. Er war gewaltig eifer-süchtig ans seine Würde, und doch vergab er sich dieselbe stetsdurch unziemliche Vertraulichkeit. Er konnte in Staatsgeschäftenarbeiten, aber er vernachlässigte es, um leerem Zeitvertreib nach-zuhängen. Er mar witzig, und dabei ein Pedant; er war gelehrt,aber er sprach gern mit Ungebildeten. Man konnte ihn mit Rechtzaghaft nennen, aber er hatte Augenblicke in seinem Leben, wo erganz den Mnth seiner Ahnen zeigte. Er war arbeitsam in Klei-nigkeiten und Possen, und er trieb Possen, wo es sich um ernst-