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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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ten, theils mit halbgeschloffen«, Augen auf einer Bank schlum-merten. Das Vorzimmer führte in eine Gallerie, und in dieserstanden zwei adelige Thürwarte, welche den eiutretenden Gold-schmied wie einen alten Bekannten mit einem Lächeln empfingen.

Von beiden Seiten wurde kein Wort gesprochen. Einer derThürwarte sah erst den Goldschmied an, und blickte dann aufeine kleine, durch die Wandbehäuge halb verdeckte Thür, gleich-sam fragend:Hast du da Geschäfte?" Der Bürger nickte, undder Hofdiener schlich auf den Zehen, und als ob der Fußbodenmit Eiern belegt wäre, an die Thür, öffnete sie leise und flüsterteein paar Worte hinein. Sofort hörte man den König Jakobin breiter schottischer Mundart erwidern:Laßt ihn augen-blicklich ein, Maxwell. Seid Ihr so lauge am Hofe gewesen,und wißt nicht, daß Gold und Silber stets willkommen sind?"

Der Thürwart gab dem Bürger ein Zeichen, zu kommen,und führte ihn in das Zimmer des Herrschers ein.

Die Verwirrung, von welcher Heriot den König umgebenfand, war kein übles Bild von dem Geistes- und Gcmüthszu-stande desselben. Man sah viele kostbare Gemälde und sonstigeVerzierungen, aber dieselben waren in einer nachlässigen Weiseaufgehängt oder aufgestellt, mit Staub bedeckt, und verloren dieHälfte ihres scheinbaren Werthes durch die Art und Weise, wiesie sich dem Auge darboten. Der Tisch war mit großen Folian-ten beladen, und zwischen diesen lagen Schnurren- und Zoten-bücher, und neben Anmerkungen zu unbarmherzig langen Pre-digten und Versuchen über die Regierungskuust waren zu sehenelende Ruudgesänge und Lieder von dem königlichen Lehrlingin der Dichtkunst, wie er sich selber nannte, Pläne, um einenallgemeinen Frieden in Europa herzustellen, ein Namensverzcich-niß der königlichen Jagdhunde und Recepte gegen die Hundswuth.

Des Königs Kleidung war von grünem Sammet und der-