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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Johnson spricht,die ganze Fluth von Londons Menschheitströmt". Die Gebäude nahmen mit reißender Schnelligkeit zu,gaben aber noch nicht im Entfernteste» einen Begriff von demjetzigen Ansehen dieses Stadttheils.

Endlich langte unser Reisender in Whitehall an und rittdurch eins der schönen von Holbein entworfenen und in Backstei-nen von abwechselnder Farbe ausgefiihrten Thore, welche Moni-plies profaner Weise mit der Westpforte zu Edinburgh verglichenhatte. In dem weiten Umfange dieses Palastes erblickte manallerwärts die von einem Umbau unzertrennliche Verwirrung.Gerade damals war König Jakob beschäftigt, die alten verfalle-nen Gebäude von De Burgh, Heinrich VIII. und Königin Eli-sabeth abbrechen zu lassen und an ihre Stelle die Prachtgebäudezu setzen, an welchen Jnigo Jones sein Genie bewährte. Er ließsich nicht träumen, daß er den Palast baute, aus dessen Fenstersein einziger Sohn auf das Schaffst steige» würde. Um die Ar-beit zu beschleunigen, behielt er die königlichen Gemächer nochinne, während die übrigen Theile des alten Baues dem neuenPlatz machten, so daß man, um zum Könige zu gelangen, durchein wahres Labyrinth von Schutt und Baustoffen gehen mußte.

Der Goldschmied und (wie es hieß) zugleich Bankier desköniglichen Hauses mar eine viel zu wichtige Person, als daßThorwärter oder Schildwache ihm das geringste Hinderuiß hättenin den Weg legen sollen. Er ließ sein Thier und zwei seinerBegleiter in dem Vorhofe, klopfte leise an eine Schlnpfpforte undwurde augenblicklich in den Palast eingelassen, wohin ihm seindritter Diener mit dem Geschirre folgte. Auch diesen ließ er ineinem Vorzimmer zurück, wo drei oder vier Pagen in der könig-lichen Livree mit losgenestelten Hosen und aufgeknöpften Wämsern,überhaupt mit einer Nachlässigkeit gekleidet, welche in der Nähedes Königs auffallen mußte, theils Würfel oder Damenbret spiel-

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