weit von hier in der Lombardstraße. Was das Essen betrifft,so würde es bestehen in einer weißen Sappe, einem gespicktenKapaun, einem Gericht Rindfleischschnitten, wegen Altschott-land, und etwa einem Becher ächten alten Wein, der eingelegtward, che noch Schottland und England ein Reich waren. —Die Gesellschaft würde bestehen aus etwa zweien von unserenlieben Landsleuten, — vielleicht macht meine Hausfrau aucheine oder zwei schottische Mädchen ausfindig."
„Ich würde Eure freundliche Einladung annehmcn, MeisterHeriot," erwiderte Nigel. „Allein ich höre, die Londoner Frauensehen gern einen Mann geputzt, und ich möchte ihre Vorstellungvon einem schottischen Standesherrn nicht hcrabstimmen, währendIhr gewiß das Beste von uuserm armen Lande gesagt habt.Für den Augenblick fehlen mir die Mittel, äußerlich zu glänzen."
„Edler Herr," sagte der Goldschmied, „Eure Offenheit führtmich einen Schritt weiter. Ich — ich bin Eurem Vater Geldschuldig gewesen, und — aber nein, wenn Ew. Herrlichkeitmich so scharf ansieht, kann ich meine Geschichte nicht erzäh-len — und, die Wahrheit zu sagen, — denn es ist mir niemöglich gewesen, eine Lüge durchzuführen — es ist nöthig, daßEw. Herrlichkeit, um diese Sache gehörig zu betreiben, standes-gemäß am Hofe erscheine. Ich bin Goldschmied und lebe sowohlvom Geldverleihen wie vom Verkauf von Gold- und Silber-waaren. Ich möchte gar zu gern hundert Pfund auf Zinsenbei Euch anlegen, bis Eure Angelegenheiten geordnet sind."
„Und wenn sie nun nicht in erwünschter Weise geordnetwerden?" fragte Nigel.
„Dann, edler Herr, wird der Verlust einer solchen Summefür mich unbedeutend sein im Verhältniß zu andern Dingen,die ich zn verschmerzen habe."
„Meister Heriot," sprach Lord Nigel, „Eure Gefälligkeit ist