Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

Lade» daran wagen würde, um Ew. Herrlichkeit zu dienen,so kann ich doch nicht glauben, daß Ihr mich zu Schadenkommen lassen wollt, wenn Euch daraus kein Ruhen erwächst."

Das Wort Laden klang dem jungen Standesherrn wider-wärtig, und schnell erwiderte er:Schaden? Ich bin soweitentfernt, Euch einen Schaden zu wünschen, daß es mir liebwäre, wenn Ihr nicht ferner Eure Dienste einem Manne an-bieten wolltet, dem doch damit nicht geholfen werden kann."

Ueberlaffet das mir," sprach der Bürger.Bis jetzt habtIhr das Ziel verfehlt. Erlaubt mir, diese Bittschrift mitznneh-men. Ich will sie gehörig ins Reine schreiben lassen und Sorgetragen, daß sie zu passender Zeit, und zwar bald, dem König ein-gehändigt wird in geschickterer Weise, als es durch Euren Dienergeschehen ist. Ich möchte mich verbürgen, daß er sie so auf-nimmt, wie Ihr wünscht. Doch sollte er es nicht thun, dannwürde ich noch immer die gute Sache nicht verloren geben."

Herr," sagte der junge Freiherr,Eure Rede ist so freund-schaftlich und mein Zustand so hülflos, daß ich unmöglich Euergütiges Anerbieten zurückweisen kann, obwohl ich erröthe, esvon einem Unbekannten anzunehmen."

Ich hoffe," sprach der Bürger,wir sind uns nicht mehrfremd, und als Lohn für den Fall, daß meine Vermittelung Erfolghat, bitte ich mir aus, wenn Eure Umstände sich verbesserthaben, daß Ihr Euer erstes Silbergeschirr bei mir bestellt."

Ihr würdet an mir einen schlechten Bezahler finden" be-merkte Nigel.

Das fürcht' ich nicht," erwiderte der Goldschmied.Ichbin erfreut, Euch lächeln zu sehen. Mich däucht, so seht Ihrdem guten Herrn, Eurem Vater, noch ähnlicher, und es gibt mirden Muth, eine kleine Bitte vorzntragen, daß Ihr morgen eineinfaches Mittagsmahl bei mir annehmen wollt. Ich wohne nicht