Stande gewesen, Nachrichten einzuzichen in Betreff der EnreinGesuch im Wege stehenden Hindernisse."
„Herr, ich bin Ench für Euren Eifer verbunden," sprachNigcl immer noch mit einiger Zurückhaltung. „Aber ich weißkaum, womit ich denselben verdient habe."
„Erlaubt mir zuerst die Versicherung, daß derselbe nichterheuchelt ist," entgegnete der Burger. „Ich tadle Euch nicht vbEurer Abneigung, den schönen Worten eines so tief unter Euchstehenden Unbekannten zu trauen, nachdem Ihr bei Euren Ver-wandten und Standesgenossen, die Ench Beistand schuldig waren,so wenig Freundschaft gesunden habt. Der Fall ist so. Aufden weitläufigen Gütern Eures Vaters haftet eine Pfandschuldvon 40,000 Mark, deren scheinbarer Gläubiger Peregrin Pe-terson, Bewahrer der schottischen Freibriefe zu Campvere, ist."
„Ich weiß Nichts von einer Pfandschnld," entgegnete derFreiherr. „Wohl aber ist ein Versatz für eine solche Summevorhanden, der, wenn er nicht eingelöst wird, den Heimfallmeines väterlichen Erbgutes an den Gläubiger für den viertenTheil seines wahren Werthes herbeisührt. Und das ist derGrund, warum ich in die Regierung des Königs dringe, diemeinem Vater schuldige Summe abzntragen, damit ich meinBestythum von dem räuberischen Gläubiger einlösen kann."
„Ein Versatz in Schottland," sprach Heriot, „ist dasselbewie eine Verpfändung in England. Aber Ihr kennt Euren wah-ren Gläubiger nicht. Der Bewahrer Pcterson gibt blos seinenNamen her als Deckmantel für keine geringere Person, als denGroßkauzler von Schottland, welcher unter dem Borwand dieserSchuld in den Besitz Eures Gutes zu kommen oder vielleicht einemDritten noch mächtigeren einen Gefallen zu erweisen sucht. Er-wirb vermuthlich seine Creatur Peterson Besitz ergreifen lassen,und wenn das Gehässige dieser Sache vergessen ist, wird das