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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
99
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schlich er fort, mehr als ob ihm Unrecht geschehen wäre, alswie wenn er Unrecht gethan hätte.

Kein Mensch ist so wie ich mit einem unverschämten Knechtgeplagt! Der Kerl ist pfiffig, ich Hab' ihn treu befunden,ich glaube selbst, er liebt mich, denn ich habe Beweise' davon.Aber auf der andern Seite ist er so eigenwillig und eingebil-det, daß er der Herr zu sein scheint und ich der Diener, undwenn er einen dnmmen Streich macht, erhebt er sicherlich solaute Klagen, als ob der Fehler an mir läge und nicht an ihm."

Behaltet ihn nichtsdestoweniger und behandelt ihn gut,"sprach der Bürger;denn glaubt meinen grauen Haaren, Zu-neigung und Treue sind jetzt seltner bei Dienern, wie damals,als die Welt noch jünger war. Aber gebt ihm keinen Auftrag,dem seine Geburt und Erziehung nicht entspricht, denn Ihrseht selber, was der Erfolg sein kann."

Er ist nur zu augenfällig, Meister Heriot," erwiderte derLord,und cs thnt mir leid, daß ich meinem König und Eu-rem Herrn Unrecht gethan habe. 'Als ein ächter Schotte seheich hinterdrein erst, was ich hätte thu» sollen. Aber der Miß-griff ist geschehen, und es bleibt mir Nichts weiter übrig, alsmeine letzten Mittel anznwenden, um mit Moniplies in einLager zn reisen und dort in einer Schanze den Tod zu suchen,wie meine Altvordern."

Es wäre besser, Ihr erhieltet Euer Leben zum Dienst EuresVaterlandes, nach dem Muster Eures edlen Vaters," entgegneteMeister Georg.Nein, senkt nicht den Blick, schüttelt nicht dasHaupt der König hat Euer Gesuch nicht znrückgewiesen, dennes ist ihm nicht zu Gesicht gekommen. Ihr verlangt blos Gerech-tigkeit, und diese seinen Untcrthanen zn gewähren ist er durch seinAmt verpflichtet; ja gnädiger Herr, ich kann selbst hinzufügen,seine natürliche Neigung stimmt mit seiner Pflicht überein."