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stellen und persönlich mein Gesuch zu überreichen in Gesellschaftmit Denen, welche ihre Noth klagen und Almosen erflehen."
„Das wäre allerdings unziemlich gewesen," sprach der Bürger.„Doch, verehrter Herr, ich meine immer, es müsse ein Mißgriffstattgefnnden haben. — Kann ich mit Eurem Diener sprechen?"
„Ich sehe nicht ab, wozu das führen sollte," antworteteder junge Lord. „Aber Eure Theilnahme an meinem Mißgeschickscheint aufrichtig zu sein, darum" — Er stampfte ans den Bo-den, und in wenigen Sekunden erschien Moniplies, ans seinemBart die Brosamen wischend und aus seinem Schnurrbart denBierschanm, welcher deutlich bewies, was sein letztes Geschäftgewesen. — „Erlaubt Ew. Herrlichkeit," fragte Heriot, „daßich Eurem Knecht einige Fragen vorlege?"
„Sr. Herrlichkeit Pagen, Meister Georg, wenn Ihr buchstäb-lich reden wollt," bemerkte Richard mit freundlichem Kopfnicken.
„Halt dein vorwitziges Maul!" rief sein Herr ihm zu, „undantworte bestimmt auf die Fragen, die man dir vorlegen wird."
„Und wahr, wenn es Ew. Pagenschaft beliebt," fügteder Bürger hinzu, „denn Ihr wißt, ich besitze die Gabe, Fal-sches zu entdecken."
„Gut, Gut," erwiderte der Diener etwas verlegen, trotz seinerKeckheit; „wiewohl ick glaube, das; die Wahrheit, welche meinemHerrn genügt, auch für jeden Andern gut genug sein sollte."
„Pagen haben das Gewohnheitsrecht, ihre Herren zu be-lügen," bemerkte der Bürger, „und Ihr zählt Euch selbst zudieser Zunft, wiewohl ich glaube, Ihr seid einer der Aeltestcnvon diesen Springinsfelden. Aber mir müßt Ihr die Wahrheitsagen, wenn Ihr nicht an den Pcitschpfahl kommen wollt."
„Das ist ein schlechter Ruheplatz," erwiderte der stämmigePage. „Also heraus mit Euren Fragen, Meister Georg."
„Also," begann der Bürger, „so viel ich weiß, habt Ihr