Herrlichkeit und um meinetwillen, besonders aber um sein sel-ber willen, da er ein gutherziger Junge ist, so muß doch Ew.Herrlichkeit bedenken, das; ein solcher Spiiljnnge — wenn mananders einen Gehnlfen in der Küche des Königs so nennendarf — wohl einem Obcrkoch anderwärts gleichstehen mag,sintemal — wie gesagt — des Königs Spreu besser ist
„Du hast Recht und ich habe Unrecht," sagte der jungeFreiherr. „Ich darf nicht wählig sein in den Mitteln, meineSache anznbringen, dafern sie nicht unehrlich sind."
„Lorenz ist ein so ehrlicher Junge, wie nur je Einer denLöffel geführt hat," bemerkte Richard. „Ich will damit nichtsagen, das; er nicht verstehe, sein Schäfchen zu sckceren, so gutwie Andere; er wäre ein Narr, wenn er es nicht thäte. Aberich sehe, Ew. Gestrengen werden ungeduldig. Also Lorenz brachtemich in den Palast, wo Alles ans den Beinen war, weil der Königans der schwarzen Haide jagen wollte. Da stand ein Pferd voll-ständig aufgeschirrt, ein prächtiger Grauschimmel, so schön wie nurje einer gefallen ist; Sattel und Bügel, Kinnkette und Gebißwaren von brennendem Golde, oder wenigstens von vergoldetemSilber; und herab kam der König mit all seinen Großen im Jagd-kleide, grün mit doppelten Schnüren »nd Besah von Gold. SeinGesicht mar mir noch bekannt, obwohl ich ihn lange nicht gesehenhatte. „Nicht wahr, mein Junge," dacht' ich, „die Zeiten habensich geändert, seitdem du die Hintere Treppe herunter gelaufenbist im alten Holyroodhanse mit den Hosen in der Hand, weildu nicht Zeit hattest, sie anznziehen, und dicht hinter dir herFranz Stewart, der wilde Graf von Bothwell, und wenn ihm deralte Herr Glenvarloch nicht seinen Mantel um den Arm geworfenund mehr als eine blutige Wunde um deinetwillen empfangenhätte, würdest du heute nicht so stolz prunken." So für michsprechend, konnte ich nicht anders denken, als daß Ew. Herrlich-