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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Um wie viel Uhr war das etwa?" fragte Nigel.

Die zwei Kerle dort an der Kirche bei der Pforte klopftengerade sechs Uhr."

Und warum bist dn nicht sogleich nach Hause gekommen,nachdem du dick wieder erholt hattest?" fragte Nigel weiter.

Für jedes Warum, gnädiger Herr, gibt es ein Darum,und hier ist ein gutes," antwortete der Diener.Um nachHause zu kommen, hätte ich das Haus wissen müssen. Ichhatte den Namen des Gäßchens rein verschwitzt, und je mehrich fragte, desto mehr lachten sie, und desto mehr wiesen siemich auf den Unrechten Weg. Da gab ich's auf, bis Gottdas Tageslicht schickte, mir zu helfen. Ich sah eine Kirche inder Nähe auf dem langen Wege, und kroch unter, um auf demKirchhofe mein Nachtlager zu nehmen."

Auf dem Kirchhofe? Doch ich brauche nicht zu frage»,welche Nvth dich dazu trieb."

Es war nicht sowohl Mangel an Silber," sprach Richardmit wichtiger Miene,denn ich war nicht so ganz ohne Mittel wovon bald ein Wehres, als vielmehr der Gedanke, daß ichkeinen Sechser an einen naseweisen Hausknecht wegwerfen wollte,so lange ich in einer schonen trocknen Frühlingsnacht im Freienschlafen kann. Oftmals, wenn ich spät nach Hause ging und dieWestpforte verriegelt und den Wärter übelgelaunt fand, mußtemir die Kälberweide des Küsters von S. Cuthbert znm Quartierdienen. Dort freilich sind schone grüne Gräber aufdem Cuthberts-kirchhofe, auf denen man so weich schläft, wie in einem Feder-bette, bis man die Lerche so hoch wie die Burg in der Luftsingen hört; dagegen die Londoner Kirchhöfe sind mit langenSteinen gepflastert, die dicht aneinander liegen, und da meinMantel etwas kahl ist, so gab er eine dünne Matratze ab.Drum mußte ich wohl mein Lager aufgeben, wenn mir nicht

NigclS Schicksale. I. g