habe, — und ick meinte es ganz gut mit dem Burschen. Allein erwollte lieber daheim sitzen bleiben und mit Christie plaudern, unddoch ist zwischen ihnen ein Unterschied von zwanzig Jahren, dennEw. Gestrengen Diener sieht kaum älter aus, als ich. Ich möchtewohl missen, was sie mit einander zn verhandeln hatten. Ichfragte Christie darum, allein er hieß mich zu Bette gehen."
„Wenn er nicht bald kommt," sprach Nigel, „so wurdetIhr mir einen Gefallen thun, wenn Ihr mir sagtet, an welcheObrigkeit ich mich seincthalben wenden kann. Denn abgesehenvon der Sorge, daß ihm ein Leid widerfahren sei, hat er auchwichtige Papiere bei sich."
„Seien Ew. Gestrengen versichert, daß er in einer Viertel-stunde zurück sein wird," entgeguete Frau Leuchen. „Er ist nichtder Bursche darnach, vierundzwanzig Stunden in einem Stückeauszubleiben. Was die Papiere betrifft, so werden Ew. Ge-strengen ihm verzeihen, daß er mich einen Blick auf eine Ecke der-selben werfen ließ, als ich ihm einen Fingerhut voll destillirtesWasser gab, um seinen Magen gegen die Feuchtigkeit zu stär-ken. Das Schreiben war an des Königs Majestät gerichtet;ohne Zweifel hat Se. Majestät ans Höflichkeit den guten Richardzurückbehalteu, um Ew. Gestrengen Brief in Erwägung zuziehen und ihn mit einer gebührenden Antwort znrückznsenden.^
Fra» Lenchcn berührte hierzufällig einen stichhaltigeren Trost-grnnd. Der junge Lord hatte selber eine unbestimmte Hoffnung,sein Bote möchte am Hofe behalten worden sein, bis er mit einergenügenden Antwort zurückgeschickt werden könnte. Jndeß, sowenig er auch in öffentlichen Angelegenheiten erfahren war, be-durfte es doch nur eines Augenblicks der Ueberlegnng, um ihm dieUnwahrscheinlichkeit einer Erklärung darzuthnn, die Allem wi-dersprach, was er von Etikette gehört hatte, und von demlangsamen Erfolg, den ein Gesuch bei Hofe hat. Er antwortete