Druckschrift 
12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76

ist bei Euch Alles so reinlich und ordentlich, das; ich furchte,ich kann mich gar nicht mehr in die Lebensart meiner Hcimathznrechtfinden, wenn ich je wieder dahin znrückkehre."

Die letztere Bemerkung war, wie cs schien, unwillkürlichgemacht und von einem Seufzer begleitet.

O, Ew. Gestrengen gehen gewis; wieder in die Heimathzurück, wenn Ihr Lust habt," crwiederte die Hausfrau;essetdenn, das; Ihr im Sinne habt, eine hübsche, reiche, englischeDame zu heirathen, wie mehre Eurer Landsleute gethan haben.Ich versichere Euch, mehre von den Besten in der Stadt ha-ben Schotten geheirathet. Da ist zum Beispiel Frau Trebleplumb,die Wittwe des Ritters Thomas Trebleplumb, der einen star-ken Handel nach der Türkei trieb, die hat den Ritter AwleyMacanley geheirathet, den Ew. Gestrengen ohne Zweifel ken-nen; und die hübsche Jungfer Doppelsatz, die Tochter des altenLicentiaten Doppclsatz, die ist ans dem Fenster gehüpft und hatim Mai einen Schotten geheirathet, der einen schweren Na-men hat; und die Töchter des alten Holzhändlers Pechpfosthaben es nicht viel besser gemacht, und zwei Irländer genom-men; und wenn die Leute mich aufzichen, daß ich einen SchottenHerberge, womit sie Ew. Gestrengen meinen, dann sage ichihnen, sie haben Angst um ihre Töchter und ihre Liebchen-Und gewiß habe ich ein Recht, den Schotten das Wort zn re-den, da Hans Christie ein halber Schotte und ein wohlhaben-der Mann ist, und ein guter Ehemann, obwohl wir zwanzigJahre von einander sind. Also wünschte ich, Ew. Gestrengenmöchten sich der Sorgen cntschlagcn nnd das Frühstück miteinem Bissen nnd einem Trunk ergänzen."

Ich kann cs nicht, gute Frau Wirthin," sagte Olifaunt.Ich bin in Angst wegen meines Burschen, der mir so langein Eurer gefährlichen Stadt ausbleibt."