über die Halbthür, welche den Laden schloß, nnd lief, was erkonnte, Jeden, der ihm in den Weg kam, ans die Seite schie-bend. Sein Kamerad rief erst seinem Meister zu, er möge aufden Laden achten, und folgte dann Jans Beispiel, jedoch mitmehr Rücksicht auf die Leute, die ihm aufstießen. Der alteDavid Ramsay aber, Hände und Augen aufhebeud, eine grüneSchürze vorgebunden und ein Glas, welches er eben zu schlei-fen beschäftigt gewesen, in den Busen schiebend, kam heraus,um über sein Hab und Gut zu machen, wohl wissend, daß erbei dem Rufe „Prügel" von seinen Lehrlingen im Stich ge-lassen werde.
Anmerkung zum ersten Kapitel.
David Ramsay, Hofuhrmacher Jakobs I., war eine wirk-liche Person, die der Verfasser so frei gewesen ist, zum Diensteder Dichtung zu pressen. Obwohl sein Geschäft ihn auf dieexacten Wissenschaften hinwies, so verband er doch, wie vieleAndere zu seiner Zeit, mit denselben mystische nnd phantasti-sche Strebungen. Der Grund hiervon lag darin, daß dieGrenzlinie zwischen dem Wahren nnd Falschen in der Mathe-matik, Astronomie und ähnlichen Wissenschaften noch nicht ge-nau gezogen war, nnd an ihrer Stelle gewissermaßen ein un-bekanntes Land sich ausbreitete, in welchem sich die Weisestenverirrten. David Ramsay setzte sein Geld an den Erfolg vonWeissagungen, zu welchen ihn seine Forschungen verleiteten:er verkaufte Uhren, zahlbar, wenn König Jakob anf dem Stuhledes Papstes zu Rom gekrönt sei. Solche Wetten waren da-mals gewöhnlich, wie aus Jonsons „Jedermann nach seinerEigenheit" zu ersehen ist.
David Ramsay spielte eine Rolle bei einem sonderbarenAuftritt, wo der berüchtigte Astrolog Lilly die Hauptperson