Krankheitssymptome zu zeigen, allmälig blaß und mager undbekam zuletzt ein kränkliches Aussehen. Jedoch klagte er we-der über sein Befinden, noch bemerkte man an ihm die Gewohn-heiten eines ungesunden Menschen, ausgenommen eine Neigung,Gesellschaft zu meiden und lieber seine Zeit auf Forschungen zuverwenden, als an den Belustigungen seiner Kameraden Theilzn nehmen. Selbst das Theater zog ihn nicht an, wo damals dieLehrbnrschen sich fleißig einfanden und, nach dem Zcugniß eineszuverlässigen Gewährsmannes, sich nm angebissene Aepfel balg-ten, Nüsse knackten und die Gallerie mit ihrem Lärm erfüllten.
, So waren die beiden Jünglinge, welche David Ramsay ihrenLehrherrn nannten, und mit denen dieser vom Morgen bis Abendzu keifen pflegte, sofern ihre Eigenheiten mit den seinigen odermit dem ruhigen Gange seines Geschäftes nicht im Einklänge wa-ren. Im Ganzen aber hatten sie Anhänglichkeit an ihn, und er,ein gutmüthiger, obwohl zerstreuter und wunderlicher Mann, hattesie ebenfalls gern, so daß er, wenn ihm bei gelegentlichem Schmau-sen der Wein ein wenig zu Kopfe gestiegen war, sich gern etwasauf seine beiden braven Jungen zugute that und ans die Blicke,welche die Hofdame» ihnen zuwarfen, wenn sie in ihren Kutschenseinen Laden besuchten oder zu einer Lustbarkeit in die Stadt ka-men. Bei solchen Gelegenheiten verfehlte aber David Ramsay nie,zugleich seine eigne lange, dürre Gestalt anfznrichten, seine ma-gern Backen zn einem erschreckenden Grinsen auszndehnen unddurch ein Nicken seines ellenlangen Kopfes und ein Zwinkern sei-ner grauen Aenglein zn verstehen zn geben, daß in Flectstreet auchwohl noch andre sehenswerthe Gesichter seien, außer denen Jansund Franzens. Seine alte Nachbarin, die Wittwe Simmons, dieNähterin, welche in ihren guten Tagen den Ansbund der schmuckenJugend des Tempels mit Krägen, Hals-und Handkrausen verse-hen hatte, benrtheilte treffender die Aufmerksamkeit, welche die