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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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Redensarten allerlei Späße zu mischen, zeigte sich so gefällig,rasch, verständig und höflich wo er Höflichkeit für ange-messen hielt, daß er der Liebling aller Kunden seines Meisterswar. Seine Gesichtszüge waren keineswegs regelmäßig: seineNase war platt, sein Mund etwas groß und seine Farbe etwasdunkler, als sich nach damaligen Begriffen mit männlicherSchönheit vertrug. Aber diese Farbe war trotz dem, daß erstets die Luft einer dichtbevölkerten Stadt cingeathmet hatte,frisch und verrieth eine kernhafte Gesundheit; die aufgestülpteNase gab ihm, wenn er sprach, einen Ausdruck von Schelmerei,welcher zu dem Lächeln seiner Augen stimmte; der große Mundwar von einem wohlgeformten rothen Lippenpaar gebildet undzeigte, wenn er lachte, zwei Reihen gesunder, regelmäßiger,perlcnweißer Zähne. So gestaltet war der ältere Lehrling vonDavid Ramsay, dem Erinnerer, Uhr- und Stnndcnglas-MacherSr. Geheiligten Majestät Jakobs I.

Jans Genosse war der jüngere im Geschäft, obwohl der äl-tere an Jahren, und gesetzter. Franz Tnnstall stammte aus ei-nem der alten Geschlechter, welche sich mit Stolz unbeflecktenannten, weil sie in den Rosenkriegen unveränderlich znm HauseLancaster gehalten hatten. Der geringste Sprößling eines sol-chen Stammes that sich etwas auf seine Abkunft zugute, undauch Tunstall schien heimlich einigermaßen jenen Stolz zu näh-ren, welcher seiner Mutter Thränen ausgepreßt hatte, als siesich genöthigt sah, ihn zu einem, dem Range seiner Ahnen unter-geordneten Stande zu bestimmen. Trotz dieses Standesvorur-theils fand der Meister den wohlgcbornen Jüngling gelehriger,ordentlicher und pünktlicher, als seinen munteren; Kameraden.Tunstall gefiel übcrdem seinem Herrn durch die besondere Auf-merksamkeit, welche er den wissenschaftlichen Grundsätzen seinesGeschäftes zu schenken schien. Vincent übertraf ihn in Allem,