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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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klein aber kräftig gebaut, ausgezeichnet an Feiertagen durchdie Kraft und Geschicklichkeit, mit der er Fußball spielte undandere Leibesübungen machte. Er suchte seines Gleichen imHiebfechten, obwohl er sich bis jetzt nur mit einem Prügel ein-geübt hatte. Er kannte jedes Gäßchen, Sackgäßchcn und Hös-chen in dem Quartier besser als seinen Katechismus, war ebenso thätig in seines Meisters Geschäften, wie in seinen eignenPossen und Teufeleien, und wußte es so anznstellen, daß seinVerhalten in seinem Berufe ihn vor Verdacht schützte oderentschuldigte, wenn er sich in böse Händel einließ, so. daß bisjetzt noch kein Schimpf auf ihn gefallen war. Manche Abir-rungen suchte sein Meister Ramsay, wenn er sie entdeckte, in'sGeleise zu bringen, bei andern drückte er die Angen zu undbetrachtete sie wie das Stoßwerk in einer Uhr, welches einenTheil der anßerwesentlichcn Kraft in Anspruch nimmt.

Die Gcsichtsbildung Jin Vins (so wurde sein Name in demStadtviertel, wo er überall bekannt war, abgekürzt) entsprachde» angedenteten Charakterzügen. Sein Kopf, ans welchemdie Plattmütze gewöhnlich schief und nächlässig ruhte, war dichtmit kohlschwarzem, natürlich gelocktem Haar bewachsen, wel-ches sehr lang geworden sein würde, wenn der von seinemMeister streng gehandhabte Brauch ihn nicht gcnöthigt hätte,es kurz zu tragen, eine Beschränkung, die ihn mit Neid aufdie als Zeichen höheren Ranges geltenden laugen Locken derHofleute und der adeligen Studenten des Tempels blicken ließ.Seine schwarzen Augen lagen tief im Kopfe, waren voll Feuer,Schelmerei und Verstand, und hatten einen launigen Ausdruck,selbst wenn er die gewöhnlichen Redensarten seines Geschäftsvorbrachte, gleich als ob er Derjenigen spottete, die diese Re-den für baare Münze nähmen. Allein er schadete mit seinenBlicken dem Geschäft nicht, denn er wußte in die nothwendigen