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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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vernachlässige seine alten Frennde, deren treuer Anhänglichkeiter so viel verdanke.

Die bis znr Furchtsamkeit friedfertige Gcmüthsart des Königsmachte ihn stets geneigt, als Vermittler aufzntreten zwischen denstreitenden Parteien, deren Hader am Hofe Unruhe machte. Abertrotz aller seiner Vorsichtsmaßregeln, berichten die Geschichtschrei-ber, waren öfter Fälle, in welchen der wechselseitige Haß der zweinach tausendjähriger Feindschaft erst kürzlich vereinten Völker miteiner Wnth losbrach, welche einen allgemeinen Kampf befürch-ten ließ, und von den höchsten bis zu den niedrigsten Klassensich verbreitend, Streitigkeiten im Rathe und Parlament, Par-teien am Hofe, Zweikämpfe zwischen den Edellenten und Auf-läufe und Prügeleien bei den niederen Ständen hervorbrachte.

Während diese leidenschaftlichen Regungen am heftigsten wa-ren, blühte in der Stadt London ein sinnreicher, aber wunder-licher und eingebildeter Mechaniker, welcher abstrakten Studiensehr ergeben war. Er hieß David Ramsay und bekleidete, wiedie Hoflente sagten, seiner Geschicklichkeit wegen, wie aber seineNachbarn sich einander zuflüsterten, ans Rücksicht ans seinenGeburtsort Dalkeith bei Edinburgh, in Jakobs Haushalt dieStelle eines Hofuhrmachers. Dieser Stelle wegen verschmähteer keineswegs einen offenen Laden innerhalb Temple-Bar, ei-nige Schritte ostwärts von der Dunstanskirche, zu halten.

Der Laben eines damaligen Geschäftsmannes in London sah,wie man sich leicht denken kann, ganz anders ans als der ei-nes jetzigen. Die Maaren wurden in flachen Kasten zum Ver-kauf ausgestellt, blos durch ein in der Höhe ausgespanntes Se-geltuch vor der Witterung geschützt, sowie heutzutage noch dieBuden der Landkrämer ans Jahrmärkten sind. Die meistengrößeren Besitzer von Läden hatten hinter denselben ein kleinesGemach, welches zu dem Laden in demselben Verhältniß stand,