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12 (1851) Nigels Schicksale
Entstehung
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den, und lenkt sie anders, als ich will. Die Charaktere ver-größern sich unter meiner Hand, die Vorfälle mehren sich, dieGeschichte hat einen langsameren Verlauf, während der Stoffanschwillt; mein regelrechtes Hans wird zu einem gothischenBau, und das Werk ist geschloffen, ehe ich das Ziel erreiche,das ich mir vorgesteckt hatte.

Hauptm. Entschlossenheit und beharrliche Geduld könn-ten dem Ucbel abhelfen.

Verf. Ach, werther Herr, Sie kennen nicht die Stärkeder Vaterliebe. Wenn ich auf einen Charakter komme, wieBailie Jarvie oder Daligetty, dann belebt sich meine Einbil-dungskraft, meine Gedanken werden klarer bei jedem Schritte,den ich mit ihm mache, obwohl er mich manche gedehnte Streckevon dem regelmäßigen Wege abführt und mich nöthigt, überHecken und Gräben zu springen, um wieder ans die Straßezn gelangen. Widerstehe ich der Versuchung, wie Sie mirrathen, so werden meine Gedanken prosaisch, flach und lang-weilig, das Schreiben macht mir Mühe und erweckt in mirein Gefühl von Erschlaffung, welches sich immer mehr stei-gert; das Sonnenlicht, welches die Phantasie über die Bege-benheiten ergossen hatte, verschwindet und Alles bleibt düsterund eintönig. Ich bin so wenig mehr derselbe Schriftsteller,der ich in meiner besseren Laune war, wie der stundenlang ineinem Rade hcrnmzugehen verurtheilte Hund dem Hunde gleicht,welcher pudelnärrifch seinem eignen Schwänze nachlief und inungebundener Freiheit seine tollen Sprünge machte. Kurz insolchen Fällen bin ich wie bezaubert.

Hauptm. Wenn Sie sich mit Zauberei entschuldigen,dann ist kein Wort weiter zu sagen. Wen der Teufel treibt,der muß gehen. Das ist wahrscheinlich der Grund, welcher