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sind durchgängig mit der größten Schnelligkeit hingeschriebenworden, und wenn sie neben andere gehalten und als gelun-gener gepriesen wurden, konnte ich Feder und Dintenfaß zuZeugen nehmen, daß die schwächeren Partien mir mehr Muhegekostet hatten. Neberdem bezweifle ich den Vortheil zu lan-gen Zögerns für den Verfasser sowohl, wie für das Publikum.Man muß das Eisen schmieden, wenn es warm ist, und dieSegel spannen, wenn man guten Wind hat. Wenn ein be-liebter Schriftsteller eine Zeitlang nichts von sich hören läßt,tritt sofort ein Anderer an seine Stelle. Bleibt er zehn Jahreim Hafen liegen, bis er ein zweites Werk hervorbringt, sobringen Andere ihn in Vergessenheit, und ist dies nicht derFall, weil die Zeit zu arm an Genie's ist, so steht ihm seineigner Rnf im Lichte. Das Publikum wird erwarten, daß dasneue Werk zehnmal so gut ist, als das vorige, der Verfasserwird auf zehnmal so großen Beifall rechnen, und es ist Hun-dert gegen Zehn zu wetten, daß beide sich irren.
Hanptm. Dies mag einen gewissen Grad von Schnellseinbeim Herausgeben von Schriften rechtfertigen, nicht aber das-jenige, von dem das Sprichwort sagt, daß es nicht zum Lau-fen hilft. Wenigstens sollten Sie sich Zeit nehmen, Ihre Ge-schichte zn ordnen.
Verf. Das ist ein harter Punkt für mich, mein Sohn.Glauben Sie mir, ich bin nicht so thöricht gewesen, die ge-wöhnliche Vorsicht zn vernachlässigen. Ich habe mein künftigesWerk zu wiederholten Malen abgewogen, es in Bände undKapitel getheilt und mich bemüht, eine Geschichte znsammen-zufügen, welche sich stufenweise und anregend entwickelte, inSpannung erhielte und die Neugier reizte, und zuletzt in einer-ergreifenden Katastrophe endigte. Aber ich glaube, ein böserGeist setzt sich auf meine Feder, wenn ich anfange zn schrei-